Für Zugewanderte aktiv

Mit Rita Trupp und Rebaz Jabbar wurden nun zwei Integrationslotsen aus Uelzen geehrt

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Neun Menschen aus ebenso vielen Ländern wurden als Integrationslotsen ausgebildet, darunter nun auch die geehrten Rita Trupp (3.v.l.) und Rebaz Jabbar (5.v.l.). 

Uelzen/Landkreis. Für ihr außerordentliches Engagement sind nun im Rahmen eines Empfangs für Integrationslotsen in Hannover auch zwei Ehrenamtliche aus dem Landkreis Uelzen geehrt worden.

Rita Trupp und Rebaz Jabbar waren der Einladung der niedersächsischen Sozialministerin, Dr. Carola Reimann, und der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, gefolgt, um die öffentliche Würdigung entgegenzunehmen. Beide sind vielfältig in Eigeninitiative und über Projekte für zugewanderte Menschen aktiv.

Als Aussiedler kamen im März 1994 Rita Trupp und ihre Familie aus Russland nach Deutschland. Als im Sommer 2015 viele Flüchtlinge auch in den Landkreis kamen und das Projekt „Mittler für Sprache und Kultur“ ins Leben gerufen wurde, brachte sie sich dort insbesondere für russischsprachige Familien ein. Später wurde sie für das Jugendamt als Familienhilfe tätig und inzwischen auch als Schulbegleitung.

Als Rebaz Jabbar 2011 im Irak seine Studien aufnahm, war er einer der ersten, die die neu eingerichtete Fakultät Germanistik besuchten. Die Idee, nach Deutschland zu kommen, hatte er damals noch nicht. Er wollte im irakischen Kurdistan Lehrer werden. Nun ist seine Hoffnung, dass er hierzulande seine pädagogischen Studien bald wieder aufnehmen und er am Ende Deutschlehrer werden kann.

„Da sich im Landkreis nicht nur Rita Trupp und Rebaz Jabbar in diesen Feldern völkerverständigend einbringen, ist ihre Ehrung stellvertretend auch für die vielen erfolgt, die sich als Freiwillige unermüdlich und dankenswerterweise ebenfalls hier ehrenamtlich verdient machen“, sagt Josefin zum Felde vom Sachgebiet „Migration und Teilhabe“ des Landkreises.

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