Höchste Warnstufe

Risiko für Waldbrände in der Region Uelzen extrem gestiegen

Das Risiko für Waldbrände ist extrem hoch. Heute wird wohl die höchste Warnstufe erreicht.
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Das Risiko für Waldbrände ist extrem hoch. Heute wird wohl die höchste Warnstufe erreicht.

Uelzen/Landkreis – Eine achtlos weggeworfene Kippe oder ein kleiner Funke kann aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit in den Wäldern der Region schnell eine Katastrophe auslösen.

Das Waldbrandrisiko befindet sich für den Landkreis Uelzen zurzeit auf der zweithöchsten Warnstufe. „Die Tendenz für dieses Wochenende spricht klar für Höheres, also die höchste Warnstufe“, sagt Helmut Beuke, Projektleiter der Waldbrandstation in Lüneburg.

Wobei es nicht das erste Mal im Jahr soweit ist, dass die Waldbrandgefahr in der Region hoch ist. Schon seit dem 16. März ist die Lüneburger Überwachungsstation ständig besetzt. Dann überwachen drei bis sechs Personen die 20 Kameras an 17 Stationen, die in mehr als zehn Kilometern Entfernung potenzielle Waldbrände ausmachen können.

„Insgesamt sind wir in den vergangenen Jahren immer früher im Einsatz“, berichtet Beuke. Vor allem dieses Frühjahr sei es besonders schlimm gewesen. Denn in den Kiefernwäldern im Nordosten Niedersachsens war die Waldbrandgefahr schon zu diesem Zeitpunkt besonders hoch.

Entspannung ist mit Blick auf die Wetterprognosen kurzfristig nicht zu erwarten, da die hohen Temperaturen auch in der kommenden Woche andauern sollen und anhaltende Niederschläge nicht zu erwarten sind. Daher bitten die Niedersächsischen Landesforsten alle Waldbesucher, das von März bis Ende Oktober geltende Feuer- und Rauchverbot im Wald einzuhalten. Da aufgrund der Corona-Pandemie auch viele Besucher in den Wäldern der Region unterwegs sind, sollten diese bei Verdachtsfällen oder Bränden sofort den Notruf 112 wählen.

In der Waldbrandzentrale wird mit moderner Kameratechnik überprüft, ob ein Waldbrand ausgebrochen ist oder nicht. VON LARS LOHMANN

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