Ganztags-Grundschulen: Politik verhandelt

Ringen um einen Kompromiss

tm Uelzen. In der Diskussion um die künftige Gestaltung der Ganztags-Grundschullandschaft in der Stadt Uelzen scheint jetzt offenbar doch noch eine von einer breiten Mehrheit getragene Lösung möglich.

Der städtische Verwaltungsausschuss hat auf seiner nicht öffentlichen Sitzung am Montag noch keine Entscheidung gefällt, sondern das Thema in die Fraktionen verwiesen.

„Beim anschließenden Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden war der Kompromisswille für eine von vielen Schultern getragene Lösung erkennbar“, erklärte Bürgermeister Jürgen Markwardt am Dienstag. Er hatte sich in den vergangenen Wochen mit Nachdruck dafür stark gemacht, für eine so wichtige Entscheidung eine breite Mehrheit im Stadtparlament zu gewinnen (AZ berichtete).

Ein Knackpunkt ist die Frage, welche Grundschulen als erste ab dem Schuljahr 2016/17 zur Ganztagsschule umgerüstet werden sollen. Eine knappe Mehrheit zeichnete sich für eine kleine Lösung ab, nach der zunächst nur die drei Grundschulen in der Kernstadt (Backmeister, Löns, Stern) berücksichtigt werden sollten. Dagegen waren die Eltern aus Ortsteilen wie Oldenstadt und Holdenstedt auf die Barrikaden gegangen.

Jetzt soll vor dem Stadtrat kommenden Montag nochmals der Verwaltungsausschuss beraten. Und wie auch immer es ausgeht – „der Rat wird dann die Einführung von Ganztags-Grundschulen zum Schuljahr 2016/17 beschließen“, erklärt Markwardt.

Von Thomas Mitzlaff

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare