Von Reitern und Flinten

Ein Ausritt im August kann sehr idyllisch sein. In Flinten endete er jedoch vor Gericht, weil ein Jagdpächter zwei Reiterinnen mit einem Gewehr bedrohte.

Flinten - Von Jörn Nolting Beschimpfungen und Beleidigungen, verschreckte Pferde und Bedrohung mit einer Jagdwaffe – eine Art Kleinkrieg zwischen Jagdpächter und Reitern in Flinten endete mit einem Verfahren durch die Staatsanwaltschaft. Der Jagdpächter muss eine Strafe von 300 Euro wegen Nötigung und Körperverletzung bezahlen. Der Vorfall ereignete sich an einem Dienstag im August dieses Jahres.

Zwei Reiterinnen machten sich vom Hof Buhr in Flinten auf den Weg in den Wald. Auf einem Hochsitz saß derweil Jagdpächter Jürgen Rodermund. Soweit stimmen die Aussagen überein. Dann jedoch ergeben sich eklatante Unterschiede. Der Jagdpächter behauptet, ihm sei versehentlich ein Brett vom Hochsitz gefallen, das die Pferde erschrocken hat. Die Reiterinnen sahen das jedoch ganz anders. Das Brett wurde absichtlich geworfen, um die Pferde scheu zu machen und daraufhin bedrohte der Jagdpächter die beiden Frauen bewusst mit seiner Jagdwaffe. 300 Euro muss Jagdpächter Rodermund nun nach einem Urteil des Gerichts bezahlen. Doch so ganz sieht er das Urteil nicht ein. „Das Geld soll der Krebshilfe gespendet werden“, fordert der Jäger. Ein weiterer Vorfall ereignete sich vor 14 Tagen. Eine Wolldecke des Jägers erschreckte die Ponys einer Kindergruppe so sehr, dass eines der Kinder vom Tier fiel und sich leicht verletzte. Von Absicht sprechen die Reiter, von einem Versehen der Jagdpächter.

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