Vertreter der EU zu Gast im Landkreis Uelzen / Projekt-Besuch in Varendorf

Region mit Perspektive

Die EU-Kommission zu Gast in in Varendorf – dank einer EU-Förderung wurde die ehemalige Scheune der Werhahns zu einer Reit- und Eventhalle umgebaut und bietet ihren Besitzern nun eine neue Einnahmequelle. Foto: Roemer

ib Uelzen/Lüneburg/Bienenbüttel. Das PROFIL-Programm für Niedersachsen und Bremen hat gleich mehrere Ziele: Mit ihm werden zum Beispiel die Bereiche Agrarinvestitionsförderung (AFP), Agrarumweltmaßnahmen, Flurbereinigung, ländlicher Wegebau, Hochwasser- und Küstenschutz, aber auch Dorferneuerung, ländlicher Tourismus und Diversifizierung gefördert.

Von diesem EU-Programm zur Förderung im ländlichen Raum haben auch Anne und Wieland Werhahn aus Varendorf in der Gemeinde Bienenbüttel profitiert. Um ihr Projekt einmal näher unter die Lupe zu nehmen, waren jetzt Vertreter der EU, des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums angereist.

Eigentlich findet das Gespräch, das die Kommission mit allen Mitgliedsstaaten und Bundesländern führt, regelmäßig in Brüssel statt. Erstmalig reisten die EU-Vertreter jetzt aber nach Niedersachsen, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Die Regionaldirektion Lüneburg Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) wurde hierfür als Austragungsort ausgewählt.

Und so begrüßte deren Leiterin Claudia Korte den ungarischen Referatsleiter Péter Bokor, seinen Stellvertreter Peter Kaltenegger und den Programmbearbeiter Erich Campestrini, beide aus Österreich. Sie sind in der EU-Kommission/ Generaldirektion Landwirtschaft für die „Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums“ in Österreich, Deutschland und Slowenien zuständig.

Gemeinsam diskutierten sie mit Ronald Hießerich vom Bundeslandwirtschaftsministerium und den Vertretern der Verwaltungsbehörde im Niedersächsischen Ministerium, Dr. Oliver Köhn und Heidemarie Oppermann, über das PROFIL-Programm. Ziel der Gespräche ist es unter anderem, bei Problemen rechtzeitig Abhilfe schaffen zu können.

Die LGLN-Vertreter konnten den EU-Vertretern einen positiven Stand der Programmumsetzung vorstellen. Bei einem Großteil der Maßnahmen wurden die bisherigen Ziele erreicht sowie die Mittel zeitnah und vollständig verausgabt. Dass die Gelder aus Brüssel gut investiert werden, davon überzeugte sich die Kommission bei einem Besuch der GeorgsHalle der Werhahns in Varendorf. Wie berichtet, hatten die Eheleute die ehemalige Scheune als so genannte Diversifizierungsmaßnahme in eine Reit- und Eventhalle umgebaut. Die EU hatte dieses Vorhaben gefördert und für das Ehepaar neben der Landwirtschaft eine zusätzliche Einkommensquelle erschlossen.

Bis zum Ende der Förderperiode bleibe noch vieles zu tun, war man sich zum Abschluss des Gesprächs einig. In einigen Förderbereichen, wie zum Beispiel bei der Agrarinvestitionsförderung, bei den Kooperationsprogrammen für den Naturschutz, aber auch beim ländlichen Wegebau und der Dorferneuerung steige nämlich die Nachfrage.

Die Vertreter der EU-Kommission lobten die Leistungen in Niedersachsen. Besonders erfreut zeigten sie sich über die Arbeit der Leader-Gruppen Achtern-Elbe-Diek, Elbtalaue und Heideregion Uelzen, sowie deren Betreuung durch die Regionaldirektion Lüneburg. „Das gute Miteinander in den Regionen und die intensive Betreuung führen zu hervorragenden Projekten und deren Umsetzung“, hieß es. Der Leader-Ansatz – also die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume – soll in der kommenden EU-Förderperiode ab 2014 verstärkt fortgesetzt werden.

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