Gastgeber aus Römstedt gewinnen Kreiswettkämpfe der Feuerwehren

Regenschlacht zum Jubiläum

Siegte bei den Löschfahrzeug-Gruppen: die Freiwillige Feuerwehr Römstedt, die 2011 ihren 100. Geburtstag feiert.

Römstedt/Landkreis. „Einen Plan B haben wir nicht, wenn es regnet und plattert, ist es eben nicht zu ändern, das ist open air“, sagte Römstedts Ortsbrandmeister Bernd Lüders am drückend schwül-heißen Vorabend des Kreisfeuerwehrtags.

Viele Helfer bereiteten diesen großen Tag im 100. Jahr des Bestehens der Feuerwehr Römstedt mit vor, an dem insgesamt 62 Feuerwehren aus dem Landkreis Uelzen gegeneinander antraten.

Doch von Freitagabend bis zu Samstagmittag regnete es in Strömen, trockene Phasen folgten nur kurz. Erst bei der Siegerehrung am Abend zeigten sich erste Sonnenstrahlen. Und die kamen für die Gastgeber wie gerufen. Denn den ersten Platz bei den Löschfahrzeug-Gruppen belegte die Feuerwehr Römstedt, gefolgt von den Teams Barum I und II. Bei den Tragkraftspritzen-Gruppen siegte die Wehr Nienwohlde-Kallenbrock vor Hohenbünstorf und Hesebeck.

Zeitweise wurde die Aufmerksamkeit der Besucher aber weggelenkt vom vierbahnigen Wettkampfplatz hin zu den Feuerwehrfahrzeugen. Für die gab es kein Vorwärts mehr auf der sich ausweitenden Matschfläche mit den tiefen Furchen. Auch eilig ausgestreutes Stroh half da nichts mehr. Einen Dauereinsatz erlebte somit der PS-starke Trecker, der unermüdlich festgefahrene Fahrzeuge abschleppte. „Da muss man durch“, sagte so mancher Besucher. Einen Unterschlupf gab es immerhin im Versorgungszelt, in dem die Dorffrauen 400 geschmierte und belegte Bötchenhälften, 70 Torten und rund 75 Liter Erbsensuppe verkauften.

Am wahrsten Sinne des Wortes im Regen standen die beiden Wettkampfrichter-Teams unter der Leitung von Uwe Löper und Egon Pahl. „Manchmal liegt zwischen Sieg und schlechterer Platzierung nur ein Wimpernschlag“, erklärte ein erfahrener Wettkampfrichter. „Die Jungs gehen oft bis an ihr Limit.“

Vor der Siegerehrung stand die Verpflichtung von 20 neuen Feuerwehrleuten an, die von Kreisbrandmeister Dieter Ruschenbusch vollzogen wurde. Landrat Theodor Elster drückte dabei seine Anerkennung für diejenigen aus, „die in ihrer Freizeit Pflichten übernommen haben.“

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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