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Recycling-Anlage für Altholz: Pfeifer-Gruppe investiert in Uelzener Werk

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Auf dem Werksgelände am Uelzener Hafen werden in diesem Jahr die Arbeiten starten. Unter anderem entsteht eine Recyclinganlage für Altholz sowie eine neue Pelletsanlage. Foto: Pfeifer Group
Auf dem Werksgelände am Uelzener Hafen werden in diesem Jahr die Arbeiten starten. Unter anderem entsteht eine Recyclinganlage für Altholz sowie eine neue Pelletsanlage. © Privat

Die Pfeifer-Gruppe investiert in ihr Säge- und Klotz-Werk am Uelzener Hafen. Das Unternehmen spricht von einer „Ausbauoffensive“ für seinen nördlichsten Standort. Die Arbeiten starten nach Unternehmensangaben in diesem Jahr und werden bis 2024 laufen.

Uelzen – Zunächst entstehen soll eine Recyclinganlage für Altholz. Damit einhergehend werde die Palettenklotz-Produktion modernisiert und erweitert, so das Unternehmen. 350 000 Kubikmeter sollen dann pro Jahr produziert werden können.

Michael Pfeifer, Geschäftsführer der Pfeifer Holding GmbH, über den Hintergrund: „Mehr Kreislaufwirtschaft lautet das Gebot der Stunde. Von sieben Millionen Tonnen Recyclingholz, die allein in Deutschland jährlich anfallen, wird derzeit nur ein Siebtel stofflich verwertet. Wir möchten aktiv dazu beitragen, den wertvollen Rohstoff in möglichst vielen Kaskaden effizient zu nutzen.“

Zusätzlich ist vorgesehen, das aus dem Gründungsjahr 1992 stammende Sägewerk samt Rundholzplatz grundlegend zu erneuern und die Einschnittkapazität auf rund 800 000 Festmeter zu erhöhen. Für das Unternehmen ist es dann nach eigenen Angaben auch die „logische Konsequenz“, eine neue Pelletsanlage zu errichten, sodass in Uelzen auch in Zukunft der gesamte, erhöhte Spananfall verarbeitet werden könne. Dies entspreche dem Pfeifer-Prinzip einer vollständigen Verwertung des Rohstoffes Holz an allen Standorten. Die Pelletsanlage soll eine Kapazität von 120 000 Tonnen pro Jahr haben.

Welche Kosten mit den Arbeiten verbunden sind, berichtet das Unternehmen nicht. Man ist sich aber sicher: Mit dieser Investition werde das Werk in Uelzen langfristig abgesichert beziehungsweise an neue Anforderungen und Markttendenzen angepasst. Die zusätzlichen Mengen an Verpackungsschnittholz und Pressspan-Palettenklötzen unterstützten das Wachstum der Verpackungssparte bei Pfeifer, welche unter dem Namen Euroblock firmiere. Mit dem zusätzlichen Pelletswerk untermauere Pfeifer zudem seine führende Rolle im stark wachsenden Markt für Biobrennstoffe und leiste einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland.

Pfeifer beschäftigt zurzeit 196 Mitarbeiter in seinem Säge- und Klotzwerk in Uelzen. 1992 war in der damaligen Holzfabrik Heggenstaller erstmals gesägt, gespant und gepresst worden. 2005 erfolgte die Übernahme durch Pfeifer.

Die Pfeifer-Gruppe unterhält insgesamt acht Werksstandorte in Österreich, Deutschland sowie in Tschechien mit rund 2100 Beschäftigten.

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