Mit dem Rad rechtsherum

Einige Kreisel im Stadtgebiet wie hier an der Johnsburg dürfen noch von Radfahrern in beide Richtungen umrundet werden. Am Hammersteinplatz zum Beispiel ist es nur noch möglich, rechtsherum zu fahren. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Stadtverwaltung plant weitere Veränderungen in der Verkehrssituation für Radfahrer. Regina Klocke von der Abteilung Straßenbau und Vekehr stellte in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am Dienstagabend verschiedene Gefahrenstellen im Stadtgebiet Uelzen vor, die für Radfahrer bereits entschärft wurden oder noch werden sollen.

So möchte sie mehr Sicherheit für Radfahrer, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger erreichen. Sie nehme diese Prüfung auch „aus ökologischer Sicht“ wahr, betonte sie. „Ich hoffe, dass wir die nötigen Haushaltsmittel haben.“

So wurden etwa Kreisverkehre in der Stadt überprüft, die bislang von Fahrradfahrern in beide Richtungen umrundet werden durften. Am Hammersteinplatz sollen Radfahrer von nun an rechtsherum fahren, am Kreisel Nordallee/Fischerhofstraße ist es ebenfalls soweit. Alminus Bleeker vom Fahrradclub Uelzen sind die Verkehrsschilder, die für Radfahrer am Kreisel beide Richtungen zulassen, „ein Dorn im Auge“. Er forderte in der zwischenzeitlich für die Öffentlichkeit geöffneten Sitzung diese Möglichkeiten zu ändern, insbesondere an dem genannten Hammersteinplatz.

Klocke hat außerdem einige Einbahnstraßen daraufhin untersucht, ob es möglich wäre, sie für Radfahrer in entgegengesetzter Richtung zu öffnen. Voraussetzung dafür sei, dass die Geschwindigkeit für Autofahrer reduziert werden könne und die Fahrbahn breit genug sei. Die Ringstraße zum Beispiel komme nicht infrage, da sie zuviel befahren sei. Aber die Straße An der St. Marienkirche soll von Radfahrern in beide Richtungen genutzt werden dürfen. Ebenso die Kleine Mühlenstraße und die Alte Wiesenstraße auf dem Stück zwischen der St.-Viti-Straße und der Schillerstraße. Auch die Schuhstraße zieht Klocke in Erwägung, bei Geschwindigkeitsreduzierung für Radfahrer entgegen der Einbahnstraße zu öffnen. Die Stadt werde beobachten, ob die Vorgehensweise sinnvoll ist.

Am Herzogenplatz wurde im Zuge der Veränderungen an der Veerßer Straße erlaubt, dass Radfahrer über den Platz fahren dürfen. An weiteren Straßen wie der Lindenstraße und der Verbindungsstraße von Westerweyhe Richtung Kirchweyhe haben Radfahrer nun die Wahl, ob sie den Gehweg oder die Fahrbahn benutzen. An der Greyerstraße gibt es für Radfahrer weiterhin von der Ecke Veerßer Straße Richtung Herzog-Ernst-Gymnasium die Pflicht, linksseitig den Radweg zu benutzen. Nach Klockes Beobachtung ist dies im Sinne der vielen Schüler, die auf der Strecke fahren.

Ein weiteres Risiko besteht bislang am Bohldamm-Tunnel. Dort ist die Stadt mit der Polizei übereingekommen, dass es sinnvoll wäre, die Fahrbahn für Radfahrer freizugeben. Bislang teilen sich Fahrradfahrer den Gehweg mit Fußgängern. Kraftfahrzeuge sollen nach der Änderung dazu verpflichtet werden, im Tunnel mit Licht zu fahren. Zudem müsse der Tunnel hell gestrichen werden, bislang sei er zu dunkel.

Von Diane Baatani

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