Nach Mitteilung der Stadt zur Flüchtlingssituation am Bahnhof: „Realität sieht anders aus“

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Karl-Heinz und Manuel Hedder (Mitte) installieren Geräte. Elke Holtheuer von der Bahnhofsmission, freut sich über jede Hilfe.

js Uelzen. Die Mitteilung der Stadt Uelzen, dass sich nun auch hauptamtliche Kräfte um die Betreuung von gestrandeten Flüchtlingen am Uelzener Bahnhof kümmern, hat für Reaktionen auch bei ehrenamtlichen Helfern gesorgt, die sich seit November nachts um die Menschen kümmern.

„Es entsteht der Eindruck, die Stadt Uelzen habe sich um alles gekümmert und koordiniert und es seien nun sogar hauptamtliche Kräfte eingestellt. Die Realität ist jedoch eine andere“, heißt es in einer Stellungnahme von Sonja Seinke aus Uelzen. Sämtliche Hilfe, Schlafplätze, Speisen und Getränke, Unterwäsche und warme Kleidung würden weiterhin ausschließlich durch die bunt zusammengewürfelten Helfer organisiert und mit Hilfe von Spenden angeschafft, heißt es weiter

„Wie eine von der Stadt koordinierte Lösung aussieht, ist ebenfalls bislang unbekannt“, schreibt Tanja Mueller aus Suhlendorf.

„Ohne ehrenamtliche Hilfe ist eine Versorgung der Flüchtlinge, die nachts am Uelzener Bahnhof ankommen, nicht zu leisten“, so Ute Krüger, Pressesprecherin der Stadt Uelzen, auf AZ-Nachfrage. Man werde weiterhin auch in Uelzen viele Bürger brauchen, die im Bereich der Flüchtlingshilfe mit anpacken. „Wir haben jetzt Möglichkeiten gefunden, um die Ehrenamtlichen am Bahnhof unterstützen zu können. Deutsche Bahn, Metronom, Diakonieverband, Kirchenkreis und Stadt bringen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein“, so Krüger. Die Ansprechpartner der ehrenamtlichen Kräfte im Uelzener Bahnhof seien darüber informiert und hätten an den Gesprächen der Beteiligten teilgenommen.

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