Westerweyhe: Karsten Jäkel empfiehlt Ausbau des Wirtschaftsweges und der Ortsdurchfahrt

Ratsherr bringt Alternative ins Spiel

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Der Weg zwischen Feldern und durch den Wald führt zum Industriegebiet Westerweyhe. Würde die Strecke für 40-Tonnen-Lastwagen ausgebaut werden, könnte die Ortsdurchfahrt vom Straßenverkehr entlastet werden, sagt CDU-Ratsherr Karsten Jäkel.

Uelzen. In der Diskussion um den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Westerweyhe bringt CDU-Stadtratsherr Karsten Jäkel eine weitere Idee ein: Der Ortsbürgermeister von Veerßen schlägt vor, einen Wirtschaftsweg von der Kurve „Altes Dorf“ durch den Wald zur Industriestraße für 40-Tonner befahrbar zu machen.

Der Weg ist bereits im Besitz der Stadt. Somit könnten Anlieger, die den starken Lastwagen-Verkehr im Ort kritisieren, auch nach einem Ausbau der Hugo-Steinfeld-Straße und der Straße „Altes Dorf“ ohne Verkehrsberuhigung künftig besser gestellt sein.

Karsten Jäkel

Ein Unternehmer im Westerweyher Industriegebiet, dessen Mitarbeiter mit Lastwagen häufig durch den Ort fahren, hält diese Lösung für praktikabel, betont Jäkel. Solange die Pläne allerdings noch nicht konkretisiert sind, möchte der Geschäftsführer sich auf AZ-Nachfrage nicht dazu äußern. Jäkel führt als Beispiel den Wirtschaftsweg bei Barnsen an, der vor fünf Jahren mit einer Zehn-Zentimeter-Deckschicht überzogen worden sei, in ähnlicher Form könne vielleicht der Weg in Westerweyhe gebaut werden.

Etwa einen Kilometer weit, am Feuerwehrgerätehaus vorbei, ist der Weg asphaltiert, dann folgt ein unbefestigter Abschnitt durch den Wald. Bislang ist der Weg lediglich für bis zu 3,5 Tonnen zugelassen. Eventuell wäre es möglich, den Weg nicht so breit anzulegen, dass sich zwei Lastwagen begegnen können, sondern mit Ausbuchtungen zu arbeiten, so Jäkel.

Lastwagen-Fahrer, die von Kirchweyhe Richtung Industriegebiet oder Ebstorf wollen, durchqueren Westerweyhe. Eltern beklagen daher den stark frequentierten Schulweg ihrer Kinder. Mit Hilfe des Wirtschaftsweges würde eine Alternative geschaffen, vermutet Jäkel. Und Gewerbebetriebe wären wohl bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.

In der Stadtverwaltung wurden zwei Varianten für den Wirtschaftsweg durchgerechnet. Bei einer Breite von insgesamt sieben Metern fielen Kosten über 300 000 Euro an, berichtet Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull. Bei einer schmaleren Variante mit Ausbuchtungen seien es über 200 000 Euro, schätzt er. Lediglich eine Deckschicht reiche nicht aus, der Unterbau müsse für 40-Tonner erneuert werden. Ein Ausbau der Steinfeld-Straße und „Altes Dorf“ lasse sich dadurch nicht verhindern, die Fahrbahnen seien dringend sanierungsbedürftig, wie auch die Stadt bestätigt. Der Wirtschaftsweg hätte seiner Ansicht nach daher noch ein oder zwei Jahre Zeit. Und Scheele-Krogull weist darauf hin, dass sich auch am Ausbau des Wirtschaftsweges Anlieger zu 70 Prozent beteiligen müssten – und das träfe auch Landwirte, die schon einen Teil der Ortsdurchfahrt mitfinanzieren müssen, betont er.

Wie berichtet, werden bei der Ortsratssitzung am Montag um 19 Uhr im Dorfkrug in Westerweyhe erneut die Beiträge der Anwohner zum Ausbau der Ortsdurchfahrt Thema sein.

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