Rathaus möchte gerne einen Sprecher haben

Uelzen - Von Marc Rath. Die Stadtverwaltung soll künftig einen Pressesprecher bekommen. Bürgermeister Otto Lukat (SPD) hat jetzt dem Verwaltungsausschuss vorgeschlagen, eine Stelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen. „Die vorhandenen Ressourcen für eine sach- und zeitgerechte Presse- und Öffentlichkeit“ reichten „auch im Vergleich zu anderen Kommunen seit langem bei weitem nicht aus“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Derzeit ist für diese Arbeit im Fachbereich Organisation und Personal eine halbe Stelle angesiedelt.

„Wir müssen unsere Öffentlichkeitsarbeit professionalisieren“, betonte Lukat auf AZ-Nachfrage. Dazu gehört für den Rathauschef auch ein neues Konzept für die städtische Öffentlichkeitsarbeit. Die Sprecherposition soll nicht aus den Rathaus-Reihen besetzt, sondern ausgeschrieben werden. „Wir brauchen da jemand mit Erfahrung“, sagte Lukat. Ob diese Funktion künftig direkt bei ihm angesiedelt werden soll, ist noch offen.

Zuwachs soll es auch im Fachbereich Schulen, Kultur, Jugend und Soziales geben. Hier soll kurzfristig die Leitung der Abteilung Schulen und Sport wieder besetzt werden. Es ist die einzige Abteilungsleitung, die mit einer Fachbereichsleitung gekoppelt ist. Wegen einer längerfristigen Beurlaubung aus persönlichen Gründen sieht der Erste Stadtrat Jürgen Markwardt als zuständiger Dezernent hier dringenden Handlungsbedarf. „Das ist kein tragbarer Zustand“, registriert er einen nicht mehr zu bewältigenden Arbeitsanfall durch das dezimierte Personal. Die Aufgaben werden mit der Diskussion um den Schulentwicklungsplan in den nächsten Monaten noch anwachsen. Daher hofft Markwardt hier auf eine kurzfristige Lösung.

Während diese Stelle neu ausgewiesen wird, soll für die Sprecherposition die derzeit vakante Springerstelle umgewandelt werden. Eine knapp sechsstellige Summe würde die Erweiterung des Stellenplans um die beiden A-10-Stellen im Jahr ausmachen. Der Stadtrat wird über den Nachtragsstellenplan am 21. Juni abstimmen. Entscheiden kann er diese Frage nicht allein. Die Kreisverwaltung muss angesichts des millionenschweren Defizits im Stadthaushalt und noch ungeprüfter Haushalte der vergangenen vier Jahre jeder zusätzlichen Ausgabe zustimmen.

Ob das Rathaus Chancen auf die beiden Stellen im gehobenen Dienst hat, will der Erste Stadtrat in der nächsten Woche bei einem Haushaltsabstimmungsgespräch mit dem Ersten Kreisrat Heiko Blume ausloten.

Der Kreis hatte vor vier Jahren eine Sprecherposition in der gleichen Besoldungsstufe geschaffen – es ist allerdings nur eine Zweidrittel-Stelle.

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