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Rat diskutiert über Neubaugebiet: Wächst Westerweyhe weiter?

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Von: Norman Reuter

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Eine zurzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche direkt im Anschluss an den zuletzt bebauten Kahlenberg
In der Ferne ist bereits Kirchweyhe zu sehen. Eine zurzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche, direkt im Anschluss an den zuletzt bebauten Kahlenberg, soll zu einem weiteren Neubaugebiet von Westerweyhe werden.  © Reuter, Norman

Eine Ackerfläche von 6,8 Hektar zwischen Kirch- und Westerweyhe soll zu einem weiteren Neubaugebiet werden. Dafür braucht´s aber einen neuen Verbindungsweg. Der Ortsrat tagt morgen.

Uelzen-Westerweyhe – Als im Juni 2021 die ersten Bauherren rund um ihre Häuser im Neubaugebiet Kahlenberg in Westerweyhe die Außenanlagen beginnen herzurichten, erklärt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther gegenüber der AZ: Es gebe keine weiteren Pläne für Baugebiete im Ort. Vielmehr müsse es nun darum gehen, in der Kernstadt noch Wohnflächen zu schaffen und Baulücken zu schließen. Gut 15 Monate später ist diese Aussage überholt.

Westerweyhe soll weiter wachsen. Unter dem Begriff „Stadtberg V“ ist direkt im Anschluss an das zuletzt entstandene Neubaugebiet „Kahlenberg“ angedacht, weitere Bauplätze anzubieten.

„Es kommen immer wieder die Fragen nach Bauplätzen in Westerweyhe“, begründet Karl-Heinz Günther die Idee. Diesem Bedarf wolle man nachkommen.

Im Ortsrat von Kirch- und Westerweyhe sollen morgen die Pläne für das Neubaugebiet vorgestellt werden. Städtischen Unterlagen zur Sitzung ist zu entnehmen, dass dafür 6,8 Hektar an landwirtschaftlichen Flächen genutzt werden könnten.

Während über ein weiteres Neubaugebiet nachgedacht wird, ist am Kahlenberg ein besonderes Grundstück noch nicht bebaut. Jenes, gleich an der Ecke zur Heinrich-Oetzmann-Straße, auf dem ein generationsübergreifendes Wohnen ermöglicht werden soll. Eigens dafür fand ein Wettbewerb statt, bei dem für das Grundstück die besten Ideen gesucht wurden (AZ berichtete).

Karl-Heinz Günter erklärt, der gefundene Investor wolle dort auch weiterhin tätig werden. Wann das geschieht, wolle die Stadt noch einmal in Erfahrung bringen.

Was die Bebauung des neuen Gebietes betrifft, so soll es hier laut Günther keine Tabus geben. Dort könnten Häuser mit Wohnungen oder auch besonders klimafreundliche Gebäude entstehen. „Ich bin da zu jeder Schandtat bereit.“

Günther verhehlt nicht, dass Überlegungen zu dem Baugebiet Kirch- und Westerweyhe womöglich in Bezug auf Neubaupläne der Bahn zum Vorteil gereichen könnten. „Das spielt uns in die Karten“, sagt der Ortsbürgermeister, der auch Sprecher einer BI gegen eine mögliche Trasse ist, die zwischen den beiden Orten verlaufen würde.

Damit das weitere Neubaugebiet entstehen kann, macht die Stadt zur Bedingung, dass ein neuer Verbindungsweg gebaut wird – die Heinrich-Oetzmannstraße soll in östlicher Richtung nach Südosten abknickend bis zum Kämpenweg verlängert werden.

Pläne für einen solchen Verbindungsweg gibt es bereits seit Längerem. 2007 hat es dafür bereits einen ersten Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan gegeben. Zu Ende gebracht wurde das Planungsverfahren nicht, jetzt soll ein nächster Anlauf genommen werden. Günther zu dem Verbindungsweg: „Das entzerrt die Verkehre, entlastet die Waldstraße. sorgt für mehr Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg.“

Der Ortsrat tagt am morgigen Donnerstag ab 18.30 Uhr im Vereinsheim des SC Kirch- und Westerweyhe am Kämpenweg.

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