Abrissarbeiten auf Grundstück / Makler kündigen Verträge auf

Abrissarbeiten: Rätselraten um  Café Harder

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Baggerspuren – derzeit laufen Abrissarbeiten auf dem Grundstück. Ob dies der Startschuss für einen Neubau ist, ist unklar.

Uelzen. Baggerspuren im Boden, ein Bauzaun – es tut sich etwas auf dem Grundstück vom ehemaligen Café Harder und so mancher Uelzener hofft, dass nun die unansehnliche Baulücke an der Veerßer Straße 11 geschlossen wird.

Die Stadt erklärt auf AZ-Nachfrage, dass es derzeit auf dem Grundstück weitere Abrissarbeiten am Mauerwerk von Trägern gebe. Der Startschuss für Arbeiten an einem Neubau? „Ein Neubaubeginn wurde gegenüber der Stadt nicht angekündigt“, so die Stadtsprecherin Ute Krüger.

Den Eigentümern der Fläche, Renate Kynder Gräfin von Walderdorff und ihrem Mann Friedrich Kynder aus Berlin, wurde bereits im Jahr 2012 eine Baugenehmigung für das Grundstück von der Stadt erteilt. Die Modekette Jeans-Fritz sollte ursprünglich 2013 in einen Neubau einziehen, hatte aber einen Mietvertrag aufgekündigt, nachdem die Arbeiten nicht begonnen hatten (AZ berichtete). Zuletzt hatte das Ehepaar auf zwei verschiedenen Wegen versucht, für das Grundstück einen Käufer zu finden. Dazu waren Makler beauftragt worden. Das Ehepaar wollte das Grundstück für 380 000 Euro samt Baugenehmigung für ein Wohn- und Geschäftshaus an einen Investor verkaufen. Als Alternative konnten sich die Eigentümer offenbar auch vorstellen, selbst nach bestehenden Plänen einen Neubau zu errichten und diesen samt Grundstück dann für 1,55 Millionen Euro zu veräußern.

Mit dem Verkauf an einen Investor war die VR Immobilien GmbH aus Schwerin mit Geschäftsführer Werner Hinz betraut worden, mit dem Verkauf der Immobilie für 1,55 Millionen Euro die Pro Concept GmbH aus Usingen mit Immobilienmakler Torsten Marhenke. Wie gestern Werner Hinze und auch Torsten Marhenke berichteten, wurden die Aufträge zur Vermarktung Ende des vergangenen Jahres seitens der Immobilienbüros aufgekündigt. Das Projekt liege wieder in den Händen des Ehepaares Kynder-Walderdorff, hieß es unisono aus Schwerin und Usingen. Die Eigentümer wollten sich gestern gegenüber der AZ nicht zu dem Gründstück und ihren Plänen äußern.

Von Norman Reuter

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