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Rätsel um weihnachtlich geschmückten Baum im Uelzener Stadtforst ist gelöst

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Von: Lars Becker

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Anneliese Schumann steht neben dem geschmückten Baum im Uelzener Stadtforst.
Anneliese Schumann aus Uelzen ist diejenige gewesen, die mitten im Stadtforst einen Baum weihnachtlich geschmückt hat. AZ-Leser Klaus Machel hat sie zufällig getroffen. © Privat

Das Rätsel um den weihnachtlich geschmückten Baum mitten im Uelzener Stadtforst ist gelöst. Die 85-jährige Anneliese Schumann ist diejenige gewesen, die den Baum mit roten Kugeln, Ketten und Figuren geschmückt und dazu eine Mut machende Botschaft hinterlassen hat. 

Uelzen – „Wer hat den Mut-Baum geschmückt?“ Diese Frage hat die AZ-Redaktion in der Ausgabe vom 9. Dezember gestellt, nachdem unsere Leserin Christina Tonn unweit einer Tannenschonung im Uelzener Stadtforst einen mit roten Kugeln, Ketten und Figuren geschmückten Weihnachtsbaum entdeckt und fotografiert hatte.

Davor war ein Zettel positioniert worden, auf dem steht: „Uelzen – Corona – Krieg – Kosten: wirft uns in der Weihnachtszeit nicht um. Allen eine frohe Zeit.“ Eine schöne Botschaft voller Zuversicht in Zeiten von Krisen in der Welt – und damit auch im Landkreis Uelzen.

Pünktlich zum Weihnachtsfest ist jetzt das „Weihnachtsbaum-Rätsel“ gelöst: Anneliese Schumann hat den Baum dekoriert. Die 85-Jährige stand vor wenigen Tagen an „ihrem“ Baum im Stadtwald, als Leser Klaus Machel sie beim Spaziergang mit seiner Frau traf.

Beide hatten sich nach der Berichterstattung in der AZ auf die Suche nach dem Bäumchen begeben. Und sie waren dann umso überraschter, dass sie nicht nur diesen entdeckten, sondern auch zufällig herausfanden, dass die rüstige Seniorin aus Uelzen die gute Seele hinter der schönen Aktion ist.

Klaus Machel bat Anneliese Schumann, ein Foto von ihr vor „ihrem“ Baum machen zu dürfen. Dieses wolle er der AZ zuschicken – und die Dame hatte nichts dagegen.

Sie war einst „Motor“ des Lauftreffs des TV Uelzen, den sie von 1986 bis 2006 leitete. 1989 bekam sie die Fair-Play-Plakette von der Deutschen Olympischen Gesellschaft, 1990 vom Kreissportbund eine Urkunde für besondere sportliche Leistungen. 1998 erhielt sie die Ehrennadel in Silber des Niedersächsischen Leichtahtletikverbandes.

Heute noch geht sie sehr gerne im Stadtwald spazieren. Und sie plant sogar schon die nächste Deko-Aktion: Zu Ostern soll ein Baum mit mehr als 160 Eiern geschmückt werden. „Wir können also auf Ostern gespannt sein“, sagt Klaus Machel.

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