Leser stellen Fragen – AZ und Experten geben Antworten

Was die Radler im Landkreis Uelzen bewegt

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Eine Radfahrerin schiebt gestern ihr Rad über den Zebrastreifen am Uelzener Rathaus. Hätte sie auch über den Zebrastreifen fahren dürfen?

Uelzen/Landkreis – Es ist die Jahreszeit für Fahrten mit dem Rad. Ob Gudes-, Schiller- oder Bahnhofstraße – Radfahrer gehören zum Uelzener Stadtbild in diesen Monaten. Nicht immer bleibt’s friedlich: Radler klagen über rücksichtslose Autofahrer. Und umgekehrt.

Aber womöglich sind Auto- wie Radfahrern manche Regelungen nicht bekannt oder es gibt Unsicherheiten, was die Verkehrsführung betrifft. Die AZ will in den kommenden Wochen Verkehrsregelungen erläutern und offene Fragen mit Experten klären. Sie, liebe Leser, können uns Ihre Anliegen in Sachen Radverkehr, ob nun in Uelzen oder andernorts im Landkreis, schildern – per Mail und auch telefonisch.

Bahnhofstraße in Uelzen, Höhe Central-Theater: Ein Autofahrer setzt zum Überholen eines Radlers, der auf dem angelegten Schutzstreifen auf der Fahrbahn in Richtung Norden unterwegs ist, an. Gegenverkehr naht, also muss es schnell gehen. Zügig schert das Auto unmittelbar vor dem Zweirad wieder ein. Es ist eine Szene, die sich so gestern Morgen zugetragen hat.

Durch neue Gesetzesvorgaben müssen Radler inzwischen innerorts verstärkt die Straßen nutzen. Schutzstreifen sind bei Radlern umstritten. Womöglich haben Sie positive oder negative Erfahrungen mit Schutzstreifen gemacht, oder haben Fragen dazu? Auch das könnte ein Thema in den nächsten Wochen sein.

Verlässliche Aussagen dazu, wie viele Radfahrer im Landkreis täglich unterwegs sind, gibt es nicht. Nach einer Studie zur Mobilität in Deutschland besitzen in Gebieten mit kleineren Städten und mit ländlichem Raum, was für den Landkreis Uelzen zutrifft, etwa 71 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren ein Fahrrad und etwa 3 Prozent ein E-Bike. Die Polizei nahm zuletzt einen stärkeren Radverkehr wahr und für die Ordnungshüter werden damit sogenannte Geisterradler zunehmend ein Thema, wie Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte bei der hiesigen Polizeiinspektion, schildert. Als Geisterradler werden jene Männer, Frauen und Kinder bezeichnet, die mit ihrem Rad dort unterwegs sind, wo es eigentlich nicht erlaubt ist. Ist man schon ein Geisterradler, wenn man den Radweg auf der anderen Seite der Straße nutzt? Und wie ist das eigentlich: Darf man als Radler über Zebrastreifen fahren oder muss man schieben?

Schicken Sie uns Ihre Fragen an die E-Mailadresse mitmachen@cbeckers.de bitte mit einer Rufnummer für Rückfragen. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt. Die AZ bietet heute auch eine Sprechstunde an – von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr unter der Telefonnummer (05 81) 80 89 13 33.

VON NORMAN REUTER

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