Uelzener erinnern sich noch nach 40 Jahren an den „Niedersachsenorkan“ / Hohe Schäden in den Wäldern

„Quimburgas“ Spur der Verwüstung

Landkreis Uelzen. Im Nordatlantik hatte sich vor 40 Jahren das Unheil zusammengebraut: Ein mit warmer Luft gefülltes Tief prallte bei Irland auf eine Kaltluftfront. Geboren wurde der Orkan Quimburga, der vielen Menschen als „Niedersachsenorkan“ in Erinnerung blieb.

Landkreis Uelzen. Im Nordatlantik hatte sich vor 40 Jahren das Unheil zusammengebraut: Ein mit warmer Luft gefülltes Tief prallte bei Irland auf eine Kaltluftfront. Geboren wurde der Orkan Quimburga, der vielen Menschen als „Niedersachsenorkan“ in Erinnerung blieb. Der monumentale Sturm raste über den Atlantik, fegte über die britischen Inseln. Am Morgen des 13. November 1972 türmt der Sturm die Wassermassen des blanken Hans an die Nordseeküste. Die Ebbe fällt aus, zu stark drückt der Wind das Wasser an die Küste. In Spitzen erreicht die Windgeschwindigkeit 200 Stundenkilometer. Die Geschwindigkeit des Sturms selbst überrascht Deutschland. Am späten Vormittag erreichte der Orkan Uelzen.

Fotos von den Folgen des Sturmes

Jahrhundertsturm in Uelzen (1972)

Einige Schäden: Entwurzelte Bäume blockieren die Ebstorfer Straße; ein Schornstein knickt buchstäblich von einem Haus an der Lüneburger Straße ab; das Turmkreuz der Katholischen Kirche hält dem Wind nicht Stand; das Dach der Viehmarkthalle in Uelzen macht sich selbstständig; in der Alewinstraße begräbt ein davonfliegendes Dach ein Auto unter sich; in Suderburg hebt der Sturm nicht nur ein gesamtes Dach aus aus den Angeln, sondern bringt gleichzeitig noch eine Hauswand zum Einsturz. Als das Schlimmste vorbei ist, vermutet die Polizei, dass etwa jedes dritte Gebäude in Uelzen etwas abbekommen hat.

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