Rhön-Konzern in der Kritik / Standorte Uelzen und Wittingen offenbar nicht betroffen

Putzkräfte jahrelang ausgebeutet?

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bs/bo Uelzen/Wittingen. Die Rhön-Klinikum AG, die bundesweit mehr als 40 Kliniken betreibt, steht zurzeit unter schwerem Beschuss. Medienberichten zufolge soll sie Putzkräfte jahrelang unter Druck gesetzt haben, länger zu arbeiten als vereinbart, ohne jedoch die Überstunden zu bezahlen.

Auf diese Weise sollen der gesetzliche Mindestlohn unterlaufen und Sozialversicherungsbeiträge in zweistelliger Millionenhöhe nicht gezahlt worden sein. Jetzt ermittelt der Zoll gegen die Rhön-Klinikum AG. Nach Recherchen dieser Zeitung sind die Klinik-Standorte des Rhön-Konzerns in Uelzen, Wittingen und Gifhorn von diesen Vorgängen aber offenbar nicht betroffen.

Die für das Klinikum Uelzen zuständige Reinigungsfirma arbeite korrekt, Klagen von Mitarbeitern seien ihm nicht bekannt, sagte ein Insider des hiesigen Klinikums, der namentlich nicht genannt werden möchte, auf AZ-Anfrage. Franz Caesar, Geschäftsführer der Kliniken Uelzen und Wittingen, wollte sich hingegen zu der Sache nicht äußern. Stattdessen verwies er auf die Rhön-Konzernkommunikation in Bad Neustadt an der Saale. Konzernsprecher Achim Struchholz erklärte auf Anfrage zu den Vorwürfen: „Wir achten auf Recht und Gesetz, es gibt kein systemisches Versagen bei Rhön und den Tochtergesellschaften.“

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