Angehörige bekommen Wissen vermittelt und können sich austauschen / Start am 5. März

Psychosen: Uelzener Klinik bietet Gesprächsrunde an

Die Gesprächs- und Beratungsrunden finden in der Bibliothek der Psychiatrischen Klinik Uelzen statt. Fotos: SCHOPP/REUTER
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Die Gesprächs- und Beratungsrunden finden in der Bibliothek der Psychiatrischen Klinik Uelzen statt. Fotos: SCHOPP/REUTER

Uelzen/Landkreis – Für Angehörige von Menschen mit Psychosen wird ein neues Gesprächs- und Beratungsangebot in der Hansestadt Uelzen geschaffen.

Leitende Oberärztin Reinhild Schulze.

Jeweils am ersten Donnerstag eines Monats ist in der Bibliothek der Psychiatrischen Klinik Uelzen eine Runde geplant, in der Angehörige mehr Informationen über die Krankheitsform erhalten werden. Zudem besteht die Möglichkeit des Austauschs der Angehörigen. Der erste Termin ist am Donnerstag, 5. März, um 17.30 Uhr. Wie Dr. Reinhild Schulze, leitende Oberärztin in der Psychiatrischen Klinik, im AZ-Gespräch ausführt, leidet etwa ein Prozent der Bevölkerung in seinem Leben an einer Psychose.

Es kommt bei Psychosen zu einer Veränderung der Realitätswahrnehmung, Betroffene fühlen sich mitunter bedroht oder bedrängt. Es werden Stimmen gehört, die es nicht gibt. „In Familien kommt es durch die Krankheit zu Konflikten“, schildert Schulze.

Angehörige wüssten nicht, wie sie mit den Betroffenen umgehen sollten. Sie seien mit den Situationen „sehr belastet“, erklärt Schulze. Hier setzt die Gesprächsrunde an. „Wir vermitteln Wissen, sodass die Angehörigen besser mit den Betroffenen umgehen können. „Die Gesprächsgruppe wird fachlich geführt“, erläutert die leitende Oberärztin.

Eine Anmeldung für die Gesprächsrunden ist nicht nötig. Wer teilnehmen möchte, kann sich im Foyer melden. Jeweils 90 Minuten sind als Veranstaltungsdauer vorgesehen. Etwa die Hälfte der Zeit ist für die Wissensvermittlung gedacht, die andere Hälfte für den Austausch unter den Teilnehmern.  nre

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