Der Leiter der Wittinger Schmerzklinik über bisherige Resonanz und Bedarf an Psychotherapeuten

„Psyche oft wesentlicher Faktor“

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Will den Schmerzpatienten mit einem ganzheitlichen Ansatz helfen: Dr. Werner Tolksdorf, Leiter der Schmerzklinik, im Physio- und Ergotherapieraum.

Uelzen/Wittingen. Seit dem Frühjahr ist im Wittinger Krankenhaus die Schmerzklinik in Betrieb, die auch für den Landkreis Uelzen zuständig ist.

In einer Gruppe von bis zu acht Personen werden dort Patienten mit chronischen Schmerzen mit einer zwölftägigen, multimodalen Therapie behandelt. Physiologische und psychologische Aspekte werden gleichsam einbezogen. Im Interview mit Holger Boden zieht der Leiter der Abteilung, der Schmerztherapeut Prof. Dr. Werner Tolksdorf, eine Bilanz der ersten Monate.

Auszug aus dem Interview, AZ vom 18. September:

Herr Dr. Tolksdorf, wie ist die bisherige Resonanz auf ihr neues medizinisches Angebot in Wittingen?

Der Beginn lief etwas schleppend, aber ich denke, jetzt stimmt die Tendenz. Wir haben bisher 41 Patienten in sieben Gruppen behandelt. Eine Achter-Gruppe hatten wir noch nicht, aber die nächsten Gruppen sind jetzt voll ausgebucht.

Chronischer Schmerz gilt als Volkskrankheit – man sollte meinen, dass Sie sich vor Überweisungen gar nicht retten können.

Nun, in einem Assessment werden die Patienten vorab daraufhin untersucht, ob sie sich für die multimodale Schmerztherapie eignen. Nicht alle kommen da durch. Es scheint aber auch so zu sein, dass hier bislang eine regionalspezifisch nicht so große Nachfrage geherrscht hat. Vielleicht ist unser Angebot aber auch einfach noch nicht bekannt genug.

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