Prozess gegen mutmaßliche Metalldiebe dauert voraussichtlich bis Sommer 2014

Vier Angeklagte gestehen

Buntmetall in großen Mengen sollen neun Männer gestohlen haben, die derzeit vor dem Landgericht stehen. Archivfoto: privat

Uelzen/Lüneburg. Vier Angeklagte haben in ihrer Verhandlung vor dem Landgericht Lüneburg eine Beteiligung am Diebstahl von Buntmetall eingeräumt. Dabei beziehen sich ihre Geständnisse auf verschiedene Tatorte.

Denn in dem Prozess vor der 2. großen Strafkammer vor dem Landgericht sind neun mutmaßliche Metalldiebe angeklagt, denen Taten in unterschiedlicher Besetzung in ganz Norddeutschland vorgeworfen werden. Insgesamt 27 Tatorte waren in der Anklage der Staatsanwaltschaft angegeben. An den Kupferdiebstählen war noch ein weiterer Mann beteiligt, den schon im Sommer das Amtsgericht Uelzen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt hatte.

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Festgenommen worden waren die Angeklagten in der Nacht zum 12. Februar nach einem Einbruch auf das Gelände einer Firma im Uelzener Industriegebiet. Seit August müssen sich die Männer wegen bandenmäßigen Diebstahls von Buntmetall verantworten. Es sind bereits Verhandlungstermine bis in den Sommer 2014 angesetzt.

Bei der Verhandlung am Dienstag war einer der Geschädigten vernommen worden. Bei dem Mann aus Hamburg sollen mehrere Kisten Buntmetall im Wert von 23 000 Euro gestohlen worden sein. Neben den Vernehmungen erster Zeugen werden derzeit in den Sitzungen außerdem Dokumente der Angeklagten verlesen wie zum Beispiel die Ergebnisse des kriminaltechnischen Dienstes nach Prüfung einzelner Reisepässe. Am 12. November wird die Verhandlung fortgesetzt.

Im Rahmen der ersten Geständnisse war deutlich geworden, dass die Gruppe in unterschiedlicher Besetzung einzelne Firmengelände ausgespäht und herausgefunden habe, bei welchem Schrotthandel das Diebesgut abgesetzt werden könnte (AZ berichtete). Zur Erinnerung: Der 29-Jährige, der schon vom Amtsgericht verurteilt worden ist, hatte berichtet, wie er dafür zuständig gewesen sei, das Diebesgut auf ein Fahrzeug zu heben. Nach dem Verkauf des Buntmetalls wurden dem 29-Jährigen 2000 bis 2500 Euro zugeteilt. An einem Tag, nach dem Diebstahl von unter anderem rund 3200 Kilogramm Kupferdrahtkabel in Northeim, habe er rund 1500 Euro aus dem Verkaufserlös erhalten.

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