„Wer Goebbels zitiert...“

Protestmarsch gegen Frei.Wild: 200 Bürger ziehen durch Uelzen

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Schriftzüge wie „Geld stinkt doch, Herr Gustävel“ und „Wer Goebbels zitiert, muss ein Nazi sein“ zieren die Plakate der Teilnehmer des Protestmarsches.

Uelzen – Bei Frei.Wild hört für das Bündnis für Demokratie und Toleranz das Verständnis auf. Vor dem Konzert der Südtiroler Deutschrock-Band in der Jabelmannhalle marschierten aus Protest 200 Bürgern durch Uelzens Innenstadt.

Die Botschaft war klar: „Wir stehen für Toleranz, nicht für Willkür und Populismus“, erklärt Bündnispartner Frank Heinrich die Gründe für den Protest, den er selbst Friedensmarsch nennt. Die Band verpacke die Opfermythologie ihres Heimatlandes in aggressive und kriegerische Texte und mache so rechtspopulistisches Gedankengut aussprechbar und gesellschaftstauglich. „Wir wollen bunte Vielfalt statt braunes Brauchtum.“

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Trotz Protestmarsch: Das Frei.Wild-Konzert fand am Ostersonntag wie geplant statt und lockte knapp 2.000 Besucher in die Uelzener Jabelmannhalle. 

VON SANDRA HACKENBERG

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Vor Konzert am Ostersonntag: Frei.Wild-Demo in Uelzen

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