Wie die Bürgerbeteiligung zu den Y-Varianten aussehen soll, ist weiter unklar / Widerstand wächst

Proteste statt Dialog

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Die Variante einer Gleis-Neubaustrecke zwischen Ashausen und Unterlüß durch die Natur bereitet den Räten Eimkes und Wriedels sorgen. Die Trasse würde die Orte weiter begrenzen.

Eimke/Landkreis. Die Antwort fällt kurz aus: Im Oktober soll der Bürgerdialog zu den Varianten der Y-Trasse starten – in der vergangenen Woche unterzeichnete Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies dazu mit der Bahn eine Vereinbarung.

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Lies sprach von einer „transparenten und fairen Form der Bürgerbeteiligung“. Wie diese jedoch aussieht, ist weiter unklar, wie die AZ gestern auf Nachfrage erfährt. Die Frage der Teilnehmer werde derzeit geklärt, heißt es gestern knapp aus dem Verkehrsministerium. Und: Wie Bürger sich einbringen könnten, sei eine Frage, die noch abgestimmt werden müsse. Fest stünde bislang, dass der Dialog von einem neutralen Moderator begleitet werde. „Eine Ausschreibung hat dazu aber noch nicht stattgefunden“, so das Ministerium. Man werde rechtzeitig informieren.

Daran glauben im Landkreis Uelzen in den möglicherweise von Neubautrassen betroffenen Kommunen immer weniger. Die spärliche Informationen werden beklagt. Einwohner sind verärgert und misstrauisch. Erst am Freitag gründete sich ein Interessenbündnis in Gerdau, das in dieser Woche noch Flagge zeigen will.

Von Norman Reuter und Wiebke Brütt

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