Mann aus Franken will Unterschriften an neuen Fresenius-Standorten sammeln

Protest gegen Kliniken-Verkauf

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Bahn frei für den Verkauf, oder doch nicht?

bo/ib Uelzen. Gegen den geplanten Verkauf von 43 Krankenhäusern der Rhön Klinikum AG an den Fresenius-Konzern – darunter, wie berichtet, auch die Häuser in Uelzen, Wittingen und Gifhorn – regt sich Widerstand:

Ein Mann aus Franken will jetzt an allen betroffenen Standorten mit einer Unterschriftenaktion zum Protest gegen die Übernahme aufrufen.

Dr. Hubert Heckhausen aus Kronach in Bayern fürchtet unter anderem Arbeitsplatzverluste durch den Verkauf. Der Gesetzgeber solle die Rahmenbedingungen ändern und „festlegen, dass eine Weiterveräußerung von Kliniken nicht ohne die Zustimmung der Kommunen erfolgen darf“, fordert er.

Heckhausen will durch Unterschriftenlisten in den Rathäusern sowie in Arzt- und Zahnarztpraxen den von ihm vermuteten Widerstand gegen die Übernahme dokumentieren. Klinikum-Geschäftsführer Franz Caesar indes steht der Entwicklung für den Uelzener Standort, wie berichtet, durchaus positiv gegenüber. „Für unser Haus sehe ich in einem großen Helios-Konzern hervorragende Entwicklungsperspektiven und somit auch eine langfristige Standortsicherung“, betont er.

Von Holger Boden und Ines Bräutigam

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