Zeit für Kinder

Projekt der Familienbildungsstätte: Ehrenamtliche entlasten Eltern

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Bei „Zeit für Kinder“ besuchen Ehrenamtliche Familie und machen beispielsweise mit den Kleinen Ausflüge zum Spielplatz.

Uelzen – Mit der Geburt eines Kindes ändert sich das Leben. Eltern bekommen in den ersten Jahren wenig Schlaf, Familie und Beruf sind unter einem Hut zu bekommen. Mit „Zeit für Kinder“ will die evangelische Familienbildungsstätte in Uelzen Eltern ein wenig entlasten.

Die Idee des neu aufgelegten Projektes: Ehrenamtliche besuchen Familien, spielen mit den Kindern, tauschen sich mit den Eltern aus.

Andrea Zobel, Leiterin der Familienbildungsstätte, sagt: „Es hat einen gesellschaftlichen Wandel gegeben. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass sich Oma und Opa in greifbarer Nähe befinden.“ Im Ergebnis seien Eltern verstärkt auf sich allein gestellt. Hier setze „Zeit für Kinder“ an. Das Projekt sei nicht als Alternative zu einer Tagesmutter zu verstehen. Ehrenamtliche sollen ein- bis zweimal die Woche für wenige Stunden die Familien besuchen.

Bisher konnten drei Ehrenamtliche fest für „Zeit für Kinder“ gewonnen werden. Mit weiteren sei man im Gespräch, so Zobel. „Aber wir suchen auch noch. So können sich Interessierte an die Bildungsstätte wenden.“ Einzige Bedingung für ein Engagement bei „Zeit für Kinder“ ist die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, wie Kathrin Herkt, die bei der Familienbildungsstätte für das Projekt zuständig ist, erklärt. Es könnten sich Menschen melden, die zum Beispiel gerade in Rente gegangen seien und noch Lust haben, sich zu engagieren. „Aber es können auch junge Leute kommen.“

Die Familienbildungsstätte wird getragen vom Kirchenkreis. Weil es sich um ein ehrenamtliches Engagement handelt, sind keine Stundensätze für die Engagierten vorgesehen. Wer aber Familien besucht, bekommt Fahrgeld erstattet. „Das Projekt bezieht sich nicht nur auf Uelzen, sondern auf den gesamten Landkreis“, so Andrea Zobel. Um das Fahrgeld zahlen und die Koordinierungsstelle finanzieren zu können, haben die Familien einen Obolus zu entrichten. Bei Fragen und Interesse an dem Projekt steht Kathrin Herkt als Ansprechpartnerin zur Verfügung: (05 81) 9 79 91 18.

VON NORMAN REUTER

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