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Rechtzeitig zum 70. Geburtstag: Uelzena kann neue Anlage fertigstellen

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Von: Norman Reuter

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Der neue Produktionsturm von außen: Etwa zwei Jahre wurde gebaut. Fotos: REUTER
Der neue Produktionsturm von außen: Etwa zwei Jahre wurde gebaut. © Reuter

8000 Kubikmeter Beton wurden gegossen, 110 Kilometer an Kabeln verlegt: Nach gut zweijähriger Bauzeit steht die neue Produktionsstätte der Uelzena eG in Uelzen.

Uelzen – Bei einer Feierstunde am Sonnabend haben Besucher sich einen Eindruck von der Anlage verschaffen können, in der zukünftig Vitamine und Mineralstoffe für Säuglingsnahrung hergestellt werden. Fertiggestellt wurde die Produktionsstätte rechtzeitig zu einem besonderen Ereignis: Uelzena feiert auch ihren 70. Geburtstag.

Jörn Dwehus, Vorstandsvorsitzender von Uelzena, berichtete bei der Feierstunde, dass die neue Anlage im ersten Quartal 2023 ihren Betrieb aufnehmen soll. Kernstück ist ein gut 16 Meter langes Edelstahl-Element, in dem einem Flüssigkeiten-Mix mithilfe von Wärme das Wasser „entzogen“ wird. Es entsteht letztlich Pulver, das abgepackt wird.

Dwehus sprach von einem Bauprojekt in Zeiten der Pandemie und zunehmender Schwierigkeiten auf den Beschaffungsmärkten. „Mancher wird sich an die ein oder andere Krisensitzung erinnern“, so der Vorstandsvorsitzende. Jetzt sei es vor allem Begeisterung, die er im Zusammenhang mit der neuen Produktionsstätte empfinde. Denn festzuhalten sei, dass trotz der Herausforderung die Wegstrecke gegangen wurde.

All der Beton, der gegossen, all die Technik, die verbaut worden sei, sei nichts ohne die Mitarbeiter des Unternehmens, betonte Dwehus. Für sie und ihre Angehörigen war am Sonnabend eigens ein Familientag auf dem Firmengelände im Gewerbegebiet „Im neuen Felde“ organisiert worden.

Am Ende des Trocknungsprozesses fällt das Pulver auf Beförderungsbänder. Über eine Rütteltechnik wird es bewegt. Am Sonnabend gab es eine Führung durch die Anlage.
Am Ende des Trocknungsprozesses fällt das Pulver auf Beförderungsbänder. Über eine Rütteltechnik wird es bewegt. Am Sonnabend gab es eine Führung durch die Anlage. © Reuter

Es war Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt, der ebenfalls auf die Belegschaft einging und zu berichten wusste, dass Uelzena zuletzt fast 800 Mitarbeiter beschäftigte. Mit der Trocknungstechnik sei Uelzena ein energie-intensiver Betrieb, so Markwardt. Er wünschte ihm, dass er gut durch diesen und den nächsten Winter komme. Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume sagte mit Blick auf den runden Geburtstag, dass Uelzena das Unternehmen sei, dass durch seine Produkte seit nunmehr 70 Jahren den Namen der Stadt und des Landkreises hinaus in die Welt trage.

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast sprach von einer „beeindruckenden Erfolgsgeschichte“ des Unternehmens. „Sie sichern Arbeitsplätze und Wertschöpfung für die Region“, so Otte-Kinast.

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