Grüne-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte in Uelzen

Pro-Aktiv-Center hilft Jugendlichen

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Sprachen über Probleme der Jugend (von links): Judith Libuda, Matthias Wibbe, Antje Poet, Katrin Langensiepen, Martin Feller, Miriam Staudte und Matthias Borger.

Uelzen – Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Miriam Staudte, die Stadtratspolitikerin Judith Libuda und die Kandidatin für das Europaparlament, Katrin Langensiepen aus Hannover, waren nach Uelzen gekommen, um das Gespräch mit den Mitarbeitern des Pro-Aktiv-Centers Uelzen zu suchen.

Der Bevenser Bürgermeister Martin Feller, selbst in der Jugendarbeit tätig, betonte die Notwendigkeit, benachteiligte Jugendliche intensiv zu unterstützen: „Die Gesellschaft darf junge Menschen nicht alleine lassen. Nicht jeder hat ein Elternhaus, das sich um die optimale Förderung kümmern kann.“

Zunächst wurde die Arbeit des Pro-Aktiv-Centers vorgestellt. „Unser Auftrag ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei ihrer beruflichen und sozialen Integration zu helfen und sie umfassend bei der Lösung von Problemen und Schwierigkeiten zu beraten. Wir begleiten junge Menschen zu Ämtern und Behörden, unterstützen bei Anträgen und gestalten mit ihnen den Bewerbungsprozess“, so Matthias Wibbe vom Verein Jugendhilfe, der als Berater im Pro-Aktiv-Center arbeitet.

„Ohne diese Hilfe scheitern viele Jugendliche bereits an den vielfältigen Zuständigkeiten der Behörden, etwa, wenn es um die finanzielle Unterstützung während der Ausbildung geht“, erklärte Wibbe. Es gebe Jugendliche, die von fünf verschiedenen Stellen Teilbeträge ausgezahlt bekämen: Schüler-Bafög, Wohngeld, Kindergeld, Leistungen des Jobcenters und gegebenenfalls Halbwaisen- oder Waisenrente. „Es ist verständlich, dass Jugendliche da nicht durchsteigen“, so Miriam Staudte aus Lüchow-Dannenberg.

„Wir freuen uns, dass das Pro-Aktiv-Center, das mit Mitteln des europäischen Sozialfonds gefördert wird, so gut angenommen wird“, erklärte die Europakandidatin Katrin Langensiepen. „Aber auch wir sehen, dass die Projektförderung durch eine dauerhafte Förderung ersetzt werden müsste.“ Es sei nicht abzusehen, dass der Beratungsbedarf wegfalle.

Ein zunehmendes Problem sei die Online-Sucht von männlichen Jugendlichen, berichten die Pädagogen. „Die erreichen wir so gut wie gar nicht mehr. Sie kommen einfach nicht mehr vor die Tür“, so Wibbe.

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