Klinikum Uelzen plant Komfort-Angebot und Geriatrie-Abteilung für ältere Patienten

Privatstation mit 26 Betten

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Im Helios Klinikum Uelzen stehen Veränderungen an.

Uelzen. Eine Privatklinik mit 26 Betten will das Helios Klinikum Uelzen zum Ende dieses Jahres eröffnen.

Nach Angaben des Geschäftsführers Franz Caesar will sich das Krankenhaus somit auch verstärkt für Patienten öffnen, die ein Haus mit Wahlleistungen bevorzugen und bislang aus diesem Grund eher andere Kliniken aufsuchten. Nach bisherigen Plänen sind in der Wahlleistungsstation für Patienten mit Privatversicherung oder privater Zusatzversicherung Komfort-Zimmer mit jeweils einem oder auch zwei Betten vorgesehen.

Bislang habe der Anteil der Privatpatienten bei etwa sechs Prozent gelegen. Künftig solle der Bundesdurchschnitt von zwölf Prozent erreicht werden, so Caesar. „Wir sind derzeit noch in der Planungsphase“, erläutert Ulrike Grönefeld, Pressesprecherin der Helios Kliniken in der Region Niedersachsen. „Grundsätzlich ist es so, dass Helios Privatkliniken über Eigenmittel finanziert werden.“

Auch am Gifhorner Helios-Krankenhaus wird ab Mai eine regulär genutzte Bettenstation für das Komfort-Angebot umgebaut. Die Pläne dort sind schon weiter vorangeschritten: Rund 1,5 Millionen Euro wird der Helios-Konzern in den Umbau investieren, berichtet Dieter Kaffke, Geschäftsführer des Krankenhauses in Gifhorn.

In Uelzen gibt es noch weitere Veränderungen: So wurde zum Start dieses Jahres eine neurologische Frührehabilitation mit zunächst sechs Betten unter Leitung der Ärztlichen Direktorin und Fachärztin für Neurologie, Dr. Ulrike Heesemann, eröffnet. Dort werden intensive Behandlungen und Rehabilitationen mit ärztlichen und therapeutischen Schwerpunkten durchgeführt, die beim schwerst-betroffenen Patienten beginnen. Bisher seien diese Patienten auf der Intensivstation oder der Station zur zwischenzeitlichen Versorgung zwischen Intensiv- und Normalstation (IMC) behandelt worden. Im Gegenzug wurde die Zahl der Betten auf der Intensivstation und der IMC von insgesamt 30 auf 24 reduziert.

Außerdem will das Klinikum eine Geriatrie-Abteilung einrichten, auf der die älteren Patienten zum Beispiel mit Sturzneigung oder mit einer Demenzdiagnostik behandelt werden. „Unser Ziel ist, ältere Menschen so entlassen zu können, dass sie weiterhin zuhause alleine leben können“, erklärt Caesar. Aufgrund der demografischen Entwicklung sei die Zahl dieser Patienten gestiegen. Eine Verkürzung der stationären Aufenthalte sei in dieser Patienten-Gruppe kontraproduktiv. „Wir wollen mit 20 Betten anfangen, glauben aber nicht, dass es reichen wird“, sagt Heesemann. Derzeit wird ein Chefarzt für diese Abteilung gesucht, sodass der Eröffnungstermin noch nicht feststeht.

Von Diane Baatani

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