Circus Constanze Busch gastierte mit Tieren, Clowns und Nachwuchs-Akrobaten in Uelzen

Premiere für zwei Zirkuskinder

Eine Nummer, die Kraft, Konzentration und Körperbeherrschung erfordert: die Romanoffs mit ihrer Ring-Stirn-Perch-Vorführung. Fotos: Liedtke

Uelzen. „Wir waren Donnerstag aufgeregt, aber heute schon nicht mehr so sehr“, sagen Celina (8) und ihr Bruder Mike Campe (9) nach der Nachmittagsvorstellung am Sonnabend.

Die beiden sind die jüngsten Nachwuchsartisten des Circus Constanze Busch, der von Donnerstag bis Sonntag in Uelzen auf dem Albrecht-Thear-Gelände die Zelte aufgeschlagen hatte. Die Geschwister hatten ein Jahr lang am Trapez trainiert und hier in der Uhlenköperstadt ihren allerersten Auftritt überhaupt. Dabei sind sie in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten, die selbst Trapezkünstlerin bei Busch ist.

Raubtierfütterung aus nächster Nähe: In der Pause hielten Kinder den sibirischen Tigern Fleischstücke hin.

Der Zirkus reist mit 35 Mitarbeitern und mit Sibirischen Kaiser-Tigern, Pferden (Palominos, Friesen und Arabern sowie einem „Indianerpferd“), Zebras, Kamelen, Lamas und Ochsen durch die Lande. „Die beiden kleinen Ochsen sind bei uns geboren“, sagt Pressesprecher Bodo Wünsch. Das rund einstündige Programm vor der Pause zog die Zuschauer in ihren Bann. In den Vorstellungspausen konnten die knapp 60 Tiere hinter dem großen Zirkuszelt aus der Nähe betrachtet werden. Am Ziegenstreichelzoo erfreuten sich vor allem die kleineren Kinder. Die Kinder durften die Tiger mit einem Stück Fleisch füttern, das an einer langen Stange befestigtwar.

Direkt nach der Pause im etwa mit knapp 300 Zuschauern gefüllten Zirkuszelt (800 waren es bei der Premiere am Donnerstag) hatte Francesco Da Capo vor staunendem Publikum seinen Auftritt mit den Königstigern. Angekündigt durch James-Bond-Musik präsentierte der 30-jährige Raubtierlehrer die Wildkatzen hautnah und einfühlsam, zum Beispiel mit beeindruckenden Sprüngen über ihre Manegenpartner.

Viel Begeisterung, insbesondere bei den Kindern, rief der Zirkus-Clown hervor. Nach der Vorstellung konnten die Zuschauer-Kinder in der Manege auf einem Pferd oder einem Kamel reiten. Gestern nach der letzten Vorstellung begannen die Abbauarbeiten, sodass der Zirkus direkt am selben Tag weiterzog zur nächsten Station nach Gardelegen. Erst im November wird er sein Winterquartier in Erfurt beziehen.

Von Sabine Liedtke

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