Uelzener Gruppen gegen Steuerflucht

Präsent fürs „Umfairteilen“

Günter Lierheimer, Initiative gegen Sozialabbau, am bundesweiten Aktionstag. Foto: aja

aja Uelzen. „Umverteilen“, lautete der Aufruf eines breiten Aktionsbündnisses auch in Uelzen am bundesweiten Aktionstag unter dem Stichwort „Umfairteilen“. In der Umverteilung sehen die Teilnehmer des Aktionsbündnisses den Ausweg aus der Wirtschafts- und Finanzkrise.

Übergroßer Reichtum und Finanzspekulationen sollen besteuert werden, anstatt die öffentlichen und sozialen Leistungen und damit die große Mehrheit der Bevölkerung zu belasten, meinten die Mitglieder sozial und politisch engagierter Gruppen, unter anderem der Arbeiterwohlfahrt (AWO), des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der SPD, der Linken und der Gewerkschaft Verdi. Das Wort vom „breiten Bündnis“ ernst genommen, verteilten sich die Bündnispartner Sonnabendvormittag auf der Bahnhofstraße an zwei verschiedenen Stellen. Während die Linken mit Verdi auf der Ecke Bahnhofstraße/ Lüneburger Straße ihren Informationsstand aufgebaut hatten, standen die Partner der SPD, AWO, GEW und DGB an der Ecke zur Achterstraße an ihren Steh-Tischen, um Unterschriften zu sammeln. „Nur eine kleine Störung in der Kommunikation“, betonten alle Partner einhellig und verneinten „atmosphärische“ Probleme, bevor sie sich gemeinsam mit einem großen Transparent vor der Deutschen Bank präsentierten.

300 Personen unterschrieben die ausgelegten Listen, forderten gemeinsam mit den Partnern eine Vermögenssteuer und eine einmalige Vermögensabgabe, um die notwendigen öffentlichen und sozialen Ausgaben gerecht zu finanzieren und die Verschuldung abzubauen. Darüber hinaus wünschen die Unterzeichnenden einen konsequenten Kampf gegen Steuerflucht und für eine Steuer auf Finanzmarktgeschäfte, gegen Spekulation und gegen die Armut weltweit. Sie erwarten, dass die Landtage, Bundestag und die einzelnen Fraktionen diese Forderungen in die Tat umsetzen.

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