Zusätzliche Kräfte beschäftigt / Zusteller arbeiten sonntag

Die Post geht ab

Die Post stapelt sich am Zustellungsstützpunkt Uelzen. Paketzusteller wie Thorsten Ellenberg (Foto) haben derzeit ordentlich zu tun. Foto: Petersen

Uelzen. Ob Hundefutter, Brennholz oder Tannenbäume im Topf – die Paketzusteller in der Bundesrepublik haben derzeit alle Hände voll zu tun, die vielen Weihnachtsgeschenke noch rechtzeitig vor Heiligabend an ihre Adressaten zu liefern, weiß Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher der Post.

Er gibt an, dass derzeit täglich mehr als sieben Millionen Pakete ihre Besitzer wechselten. Das, rechnet Hogardt vor, sei eine Zunahme von mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Winter vergangenen Jahres.

Diese Entwicklung macht sich jetzt auch im Raum Uelzen bemerkbar: Dort werden derzeit etwa doppelt so viele Pakete wie sonst verteilt – das schätzt zumindest Lutz Borbe, Betriebsleiter des Zustellungsstützpunktes Uelzen. „Wie in den 70er, 80er Jahren“, beschreibt er die Situation. Darum arbeite man bei der Uelzener Post bereits mit zusätzlichem Personal. Vier weitere Kräfte seien allein für die Uhlenköperstadt zur Zeit im Einsatz, um die Massen zu bewältigen, sagt Borbe. Dabei handele es sich um eine regelrechte „Boomzeit“ – zurückzuführen auf den aufstrebenden Internethandel.

Von morgens sechs bis abends acht Uhr sind in der Uhlenköperstadt deshalb Zusteller unterwegs und liefern jetzt sogar einmalig am kommenden Sonntag aus. Borbe bewertet diese Entwicklungen positiv: „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Das ist doch schön“.

Eine Herausforderung stellt der Paketewahn auch für die Postannahmestellen im Landkreis dar. In der Buchhandlung Patz in Bad Bevensen werden derzeit täglich etwa 400 Pakete über den Tresen gereicht, so schätzt Inhaber Felix Patz. „Normal sind es nur 100 bis 150 Stück“. Kunden müssten sich deshalb auf einige Minuten Wartezeit einstellen, denn der Laden sei „proppevoll“.

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