Kinder im Kreis ohne Karies / Baustelle sind noch unter Dreijährige

Positive Zahlen zur Zahngesundheit

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Einmal im Jahr wird im Kreis Uelzen oder im Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg auch der Tag der Zahngesundheit in Schulen oder Kitas ausgerichtet. Detlev Preuß erläutert dann unter anderem den Kindern, wie Zähne richtig geputzt werden.

nre Uelzen/Landkreis. Mindestens zweimal am Tag für drei Minuten sollte die Zahnbürste im Mund bleiben und mit kreisförmigen Bewegungen über das Gebiss geführt werden – eine goldene Regel für die Zahnpflege, die Ärzte und Prophylaxeteams predigen.

Kinder und Jugendliche in der Region kennen und beherzigen sie. Im landes- und bundesweiten Vergleich kann der Landkreis Uelzen außergewöhnlich positive Zahlen nennen, was die Zahngesundheit der Jungen und Mädchen betrifft.

Wie viel Zucker ist in Produkten?

Der Landkreis Uelzen setzt auf Prophylaxe. Mitarbeiter der „Arbeitsgemeinschaften Jugendzahnpflege Uelzen-Lüchow-Dannenberg´“, die dem Gesundheitsamt angeschlossen sind, besuchen Kindergärten und Schulen. Dort informieren sie über die Gefahren für die Zähne. Wie viel Zucker ist in Produkten? Oder: Wie putze ich meine Zähne richtig, fragen sie in den Klassen und Gruppen. Es sei dieser jahrelangen Prophylaxe-Tätigkeit zu verdanken, dass so viele Kinder gesunde Zähne vorweisen könnten, sagt Uwe Liestmann, Erster Kreisrat und Geschäftsführer des Zweckverbandes Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannenberg.

Die positiven Zahlen sind im kürzlich veröffentlichen Bericht zur jugendärztlichen Tätigkeit im Rahmen der Gruppenprophylaxe im Schuljahr 2014/15 nachzulesen. Zusammengefasst werden die Zahlen in Form eines sogenannten „Karies-Index“. Je niedriger der Index, desto weniger Kinder und Jugendliche sind von Karies betroffen. Während der Indexwert für die Altersgruppe der Sechs- und Siebenjährigen auf Bundesebene 1,87 und auf Landesebene 1,4 beträgt, liegt er im Landkreis Uelzen bei 0,97. Bei der Gruppe der Zwölfjährigen liegt er sogar nur bei 0,33 (Land: 0,6 und Bund: 0,72). Zeit zum Durchatmen bleibt der Jugendzahnpflege aber nicht. Bei Kleinkindern, so berichtet Dr. Detlev Preuß von den Arbeitsgemeinschaften Jugendzahnpflege, stelle sich die Prophylaxe zurzeit besonders problematisch dar. So habe die Karies bei den unter Dreijährigen zugenommen. Häufig geb es bei Eltern kein ausgeprägtes Bewusstsein für die Mundgesundheit von Säuglingen und Kleinkindern, so Preuß. Um dem Problem Herr zu werden, bieten die Arbeitsgemeinschaften für Krippenerzieher Schulungen an, um sie für das Thema zu sensibilisieren. Die Veranstaltungen finden großen Zuspruch.

Von Norman Reuter

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