Russischsprachige Betrüger fordern Geld

Polizei warnt vor Schockanrufen

dib Uelzen. Die bundesweite Serie russischer Schockanrufe wurde auch in der Region fortgesetzt. Am Montag kam es zu mindestens zwei erfolglosen Taten in Uelzen. Am Nachmittag meldete sich ein unbekannter Anrufer bei zwei verschiedenen russischsprachigen Personen.

In den Telefonaten schilderte der Unbekannte unter anderem, dass eine Verwandte ein Kind bei einem Unfall verletzt habe und dringend Geld für eine Operation des Kindes benötige. Ansonsten drohe für sie ein Gefängnisaufenthalt.

Die Angerufenen reagierten zum Glück richtig, berichtet die Polizei, beendeten das Gespräch, sprachen mit Verwandten und wandten sich an die Polizei. In einem der Fälle sei an der Wohnungstür der potenziellen Opfer geklingelt worden. Sie beobachteten nach Polizeiangaben in der Nähe ihrer Wohnanschrift gegen 16.30 Uhr einen etwa 30 Jahre alten Mann, der ungefähr 1,85 Meter groß und korpulent sein soll, eine schwarze Jacke mit Kapuze über dem Kopf getragen habe und in Richtung Hauenriede ging. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei Uelzen, Telefon (05 81) 93 00, zu wenden.

Bereits im vergangenen Jahr war es zu mehreren Fällen von sogenannten Schockanrufen in der Region gekommen. Opfer dieser Variante des sogenannten Enkeltricks werden zumeist ältere Menschen russischer Herkunft, informiert die Polizei. Die Masche der Betrüger sei dabei nahezu immer dieselbe. Die Polizei rät insbesondere Uelzenern russischer Herkunft zu besonderer Vorsicht und empfiehlt, misstrauisch zu bleiben, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte ausgeben. Ein Warnhinweis der Polizei ist im Internet zu finden unter www.polizei-beratung.de.

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