Seniorin wurde um Tausende Euro geprellt

Polizei Uelzen warnt: Dubiose Handwerker

Dubiose Handwerker haben es bei Haustür-Geschäften vor allem auf Senioren abgesehen.
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Dubiose Handwerker haben es bei Haustür-Geschäften vor allem auf Senioren abgesehen.

Uelzen/Landkreis – Sind sind wieder unterwegs, die dubiosen fliegenden Handwerker, warnt die Polizei. Die Masche ist immer die Gleiche: Angebliche Schnäppchen entpuppen sich als Kostenfallen.

Oder kurz begonnene Arbeiten werden nach Kassieren einer Vorauszahlung nicht beendet.

Laut Polizei sind in der Region Hochglanz-Flyer aufgetaucht, in denen „Experten“ und „Spezialisten“ günstige handwerkliche Dienstleistungen anbieten. Es handelt sich um angebliche Firmen, die Gebäude-, Stein- und Terrassenreinigungsarbeiten ausführen. Beamte überprüften Kontaktdaten und Adressen. Ergebnis: Ein Teil der Firmen war gar nicht gemeldet, beziehungsweise nicht existent. Die Masche mit den Flyern ist neu, betont die Polizei. In den vergangenen Jahren waren dubiose Wanderarbeiter vor allem im ländlichen Raum aktiv, indem sie „über den Gartenzaun“ Schnäppchenpreise unter anderem für Dach-, Terrassen- und Betonarbeiten anboten.

Hinter vermeintlichen Schnäppchen verbergen sich oftmals Kostenfallen, sodass die Polizei rät, entsprechende Firmen und Angebote genau zu prüfen und mit Angeboten von eingesessenen Handwerksfirmen aus der Region zu vergleichen.

Eine Seniorin aus dem Nachbarkreis Lüneburg war Ende Mai über einen Hochglanzflyer auf das Angebot einer Stein- und Gebäudereinigungsfirma gestoßen. Die fast 80 Jahre alte Frau vereinbarte einen Termin. An ihrem Haus erschienen mehrere Männer. Vereinbart wurde eine Gesamtsumme von 10 000 Euro. Die „Handwerker“ begannen mit der Reinigung auf dem Grundstück, kassierten nach wenigen Stunden Arbeit eine Abschlagzahlung von mehreren tausend Euro und verschwanden dann auf Nimmerwiedersehen.

Ganz besonders häufig haben die Betrüger es laut Polizei auf Senioren abgesehen. Ziel dieser unliebsamen Besucher sei es, in die Wohnung gebeten zu werden. Denn dort seien in aller Regel weder Zeugen noch andere Personen zu erwarten, die die kriminellen Pläne durchkreuzen könnten. Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann, mal als Handwerker in Arbeitskleidung oder als Hilfsbedürftiger.

Die Polizei betont: „Lehnen Sie jegliche Angebote von Wanderarbeitern ab, die spontane Bauarbeiten auf dem Grundstück. Niemals Geld im Voraus zahlen!“

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