Polizei, RBB, Metronom und Bundespolizei informieren über sicheren Schulweg

Versteckt direkt vor dem Bus

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Magdalena steht seitlich vor dem Bus und ist trotzdem nicht vom Fahrersitz aus zu sehen: Polizeibeamter Uwe Schröder zeigte ihr, dass es bei Lastwagen noch schwieriger ist, weil dort die Windschutzscheibe noch höher liegt.

Uelzen. 13 afrikanische Elefanten, die mitten im Lauf abrupt abbremsen – das schwierige Bremsmanöver haben sich Schüler des Uelzener Lessing-Gymnasiums gestern an den Bahngleisen vorgestellt.

Allein die Lokomotive eines Zuges sei 80 Tonnen schwer, vergleichbar mit dem Gewicht von 13 afrikanischen Elefanten, und somit könne der Bremsweg eines Zuges bis zu tausend Meter betragen.

Damit brachte Detlef Moors von der Bundespolizei Bremen die Fünftklässler zum Staunen. Den Kindern aus zwei fünften Klassen des Lessing-Gymnasiums (LeG) haben gestern Vertreter der Polizeiinspektion Lüneburg, Bundespolizei Bremen, der Eisenbahngesellschaft Metronom und Regional Bus Braunschweig (RBB) GmbH erläutert, worauf sie achten müssen.

Heute erhalten weitere Klassen des LeG Tipps für das Verhalten im Straßenverkehr und an Bahngleisen. Da einige der Kinder mit Bus oder Bahn nach Uelzen fahren, sind die Klassen gestern mit dem Metronom probeweise nach Bienenbüttel gefahren. Fast täglich erlebe die Bundespolizei, dass Kinder an Gleisanlagen spielen, berichtet Moors. „Wir gehen von einer viel höheren Dunkelziffer aus.“ Den Schülern wurde erläutert, wie gefährlich es ist, sich die Wartezeit auf dem Bahnsteig etwa mit Fußballspielen zu vertreiben.

Auch das richtige Verhalten an der Bushaltestelle haben die Schüler einstudiert. Einmal durften sie alle mit großer Begeisterung an der Tür drängeln, um sich anschließend geduldig der Reihe nach aufzustellen. „Wenn man nicht drängelt, kann man viel schneller in den Bus einsteigen“, bewies Klaus-Dieter Hoffmann, Busfahrer von RBB. Einer nach dem anderen durfte auf den Fahrersitz klettern und feststellen, dass seine Mitschüler im toten Winkel seitlich des Busses und auch diejenigen direkt vor dem Bus nicht zu sehen waren. „Wo ist Magdalena?“, forderte Hoffmann die Schüler auf, Ausschau zu halten. „Ich seh sie nicht“, zuckte Lena die Schulter. Obwohl ihre Mitschülerin vorne am Blinker stand, war sie vom Fahrersitz aus nicht sichtbar.

Immer wieder habe es in den vergangenen Jahren Probleme bei der Schülerbeförderung gegeben, weil das Verhalten von Schülern oftmals zu wünschen übrig ließ, informiert der Verkehrssicherheitsbeamte der Polizei, Uwe Schröder. Dass es nicht zu schwerwiegenden Unfällen kam, hing vom Glück und Zufall ab, so Schröder. In Scharnebeck im Landkreis Lüneburg sei gerade erst ein Gitter aufgestellt worden, das die Schüler dort zu einem geordneten Einsteigen zwingen soll.

Von Diane Baatani

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