16-Jähriger aus der Samtgemeinde Aue gesteht zwei bewaffnete Überfälle

Polizei fasst Axt-Räuber

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Symbolfoto

ib Uelzen/Bad Bodenteich. Intensive Ermittlungen und Hinweise aus der Bevölkerung nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos haben letztendlich zum Erfolg geführt: Die Beamten des Uelzener Kriminalermittlungsdienstes haben einen 16-Jährigen aus der Samtgemeinde Aue vorläufig festgenommen.

Der Jugendliche hat mittlerweile eingeräumt, sowohl für den maskierten Raubüberfall auf die Tankstelle an der Ludwig-Erhard-Straße in Uelzen verantwortlich zu sein als auch auf den bewaffneten Überfall auf die Tankstelle an der Neustädter Straße in Bad Bodenteich.

Wie berichtet, hatte ein schwarz gekleideter Täter am späten Abend des 4. September zunächst mit einer Axt in der Hand das Gebäude der Uelzener Tankstelle betreten und vom Angestellten die Herausgabe von Bargeld erpresst. Danach war der maskierte Räuber zu Fuß mit der Beute in Richtung Hansestraße geflüchtet.

Der jugendliche Beschuldigte aus der Samtgemeinde Aue hat in seiner Vernehmung den Raubüberfall auf die Uelzener Tankstelle gestanden. Darüber hinaus legt der junge Mann auch ein Geständnis für den bewaffneten Überfall auf die Tankstelle in Bad Bodenteich ab, die er etwa zwei Wochen später, am Abend des vergangenen Mittwoch, ausgeraubt hatte. Kurz vor Geschäftsschluss hatte dort nach Zeugenaussagen eine maskierte Person eine Angestellte mit einem Messer bedroht und von ihr die Herausgabe von mehreren hundert Euro Bargeld erpresst.

Die Auswertung von Spuren – unter anderem hatte die Polizei die Jacke des Täters gefunden, die dieser auf der Flucht weggeworfen hatte – sowie die Veröffentlichung von Fahndungsfotos führten schließlich auf die Spur des 16-Jährigen. Die Ermittler stellten bei ihm auch die Täterbekleidung aus beiden Raubstraftaten (Jacken, Hose, Maske) sowie die Tatwaffen, eine Waldaxt und ein Messer sicher. Die Beute – mehrere hundert Euro – wurde noch nicht gefunden.

Der Jugendliche wurde nach seiner Vernehmung wegen fehlender Haftgründe nach Hause entlassen. Die weiteren Ermittlungen zu den beiden Tankstellenüberfällen dauern an.

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