POLITIKER-PORTRÄTS OHNE POLITIK Wolf-Dietrich Marwede, parteiloser Bürgermeister-Kandidat

Interview mit Wolf-Dietrich Marwede: Mit Axt und Angel auf eine einsame Insel

Wolf-Dietrich Marwede und Prof. Hans-Helmut Decker-Voigt im Interview
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Im Gespräch im Studierhaus in Allenbostel beim langjährigen AZ-Kolumnisten Prof. Hans-Helmut Decker-Voigt stand Wolf-Dietrich Marwede Rede und Antwort. Seine Botschaft war, Suderburg langfristig erfolgreich entwickeln zu wollen.

Die Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide hat in Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Kolumnisten Prof. Hans-Helmut Decker-Voigt eine „untypische Interview-Serie“ mit den insgesamt zehn Bürgermeister-Kandidaten aus der Hansestadt Uelzen, aus der Samtgemeinde Suderburg und aus der Einheitsgemeinde Bienenbüttel zur Kommunalwahl am 12. September konzipiert. In den ersten fünf Folgen stellen wir darin – in alphabetischer Reihenfolge – die Bewerber für das Bürgermeister-Amt in Suderburg vor. Dritter Gesprächspartner ist heute Wolf-Dietrich Marwede. Er ist parteiloser Kandidat.

Wenn Sie sich ein außergewöhnliches Talent wünschen könnten – welches wäre das?

Wolf-Dietrich Marwede: Klavier spielen zu können.

Wenn Sie Filmschauspieler wären – welche Hauptrolle eines bekannten Films würden Sie gerne übernehmen?

Marwede: Kevin Costner in „Der mit dem Wolf tanzt“.

Bitte nennen Sie einen Ihrer „Lieblingsorte“.

Marwede: Holxen, Hardaubrücke – mit Blick auf die alte Mühle.

Von Witwe Bolte bis Lucky Luke: An welche Figur aus der Comic-Welt erinnern Sie sich jetzt gerade?

Marwede: Tim und Struppi.

Unter dem Wichtigsten was Sie je gelernt haben – was wäre es?

Marwede: Eine fundierte, technische Berufsausbildung.

Einen Ort, den Sie lieber vermeiden?

Marwede: Das sind Orte, wo Lärm eine Belästigung wird.

Eine Bezugsperson, die Sie besonders prägte – ein positives Beispiel?

Marwede: Meine Mutter.

Wie gehen Sie mit Unvorhersehbarem um?

Marwede: Entscheidungsfreudig.

Die Menschheit hat zahllose Vorurteile. Welches würden Sie – wenn Sie könnten – als Erstes tilgen?

Marwede: Apartheid.

Manchmal wollen wir, wenn auch nur für eine Stunde, einfach unsichtbar sein, verschwinden. Wohin würden Sie verschwinden wollen und was würden Sie tun?

Marwede: Eine Skipiste in den Alpen nutzen.

Wir alle leben vom positiven Feedback: Wenn Sie eine Fee oder einen Weisen hätten, der Ihnen jeden Tag etwas Positives in Ihr Ohr flüstert, was würden Sie am liebsten hören?

Marwede: Du löst das Problem – wie immer!

Derzeit amtiert Papst Franziskus. Wenn Sie einen Satz in der Privataudienz zu ihm sagen könnten, wie würde der lauten?

Marwede: Wie sieht es eigentlich in Ihnen aus?

Angenommen Sie denken über sich und Ihre Nachwelt nach – was wäre es, womit Sie der Nachwelt gerne bekannt bleiben würden?

Marwede: Mit der Erfindung einer umweltschonenden Maschine.

Sie verreisen auf eine einsame Insel. Welche drei Dinge nehmen Sie mit?

Marwede: Satellitentelefon mit Solarlademöglichkeit, eine Axt und eine Angel.

Was würden Sie mit einer Million Euro machen?

Marwede: Acker oder Wald kaufen.

Welche Personen der Zeitgeschichte würden Sie gerne mal treffen?

Marwede: Leonardo da Vinci.

An welches Familienereignis denken Sie mit einem Lächeln zurück?

Marwede: An die Hochzeit meines Onkels.

Welche Nachricht aus den Medien war besonders nachdrücklich in diesem Jahr?

Marwede: Der Sturm auf das Kongressgebäude in Washington.

Als Sie klein waren und gefragt wurden: „Was willst Du werden, wenn Du groß bist?“ Welches war Ihre Antwort?

Marwede: Landwirt.

Was haben Sie von Ihren Großeltern gelernt?

Marwede: Den Umgang mit Axt und Säge.

Bitte nehmen Sie einen anderen Platz im Raum ein, so, dass Sie den Platz sehen können, auf dem Sie eben saßen. Beschreiben Sie bitte: Wie ist der Mensch, der da eben saß?

Marwede: Ehrlich, ruhig, zuverlässig.

Gibt es eine Frage, die Sie gerne noch gestellt bekommen würden?

Marwede: Ja. Wo und wie sehen Sie sich im Fall eines Wahlerfolgs in zehn Jahren?

Und Ihre Antwort?

Marwede: Gesund, erfolgreich im Handeln im Sinne positiver Entwicklung der Samtgemeinde – und dann eine dritte Kandidatur.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Die Fragestellungen dieser Serie wurden angeregt von:

• „Erzähl mal!“, Das Familienquiz (E. van Vliet)

• Evelyn McFarlane/James Saywell: „Das Buch vom Wenn“ (Herder, 2000)

• Roger-Pol Droit: „Fünf Minuten Ewigkeit – 101 philosophische Experimente“ (Hoffmann und Campe, 2002)

• oder stammen aus Interaktionsspiel-Sammlungen der Seminare von Hans-Helmut Decker-Voigt und Paolo J. Knill.

Der Interview-Gast – Wolf-Dietrich Marwede

• geboren und aufgewachsen in Suderburg

• Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Firma Rheinmetall

• 1994 Fachhochschulreife

• 1994 bis 1998 Studium Bauingenieurwesen Fachhochschule Nordostniedersachsen, Abschluss Dipl.-Ing. (FH)

• 1998 bis 2017 Bauingenieur in verschiedenen Bauunternehmen

• 2017 bis 2019 in leitender Position bei der Firma Johann Bunte Papenburg tätig

• seit 2019 in der Gemeinde Wietzendorf (Heidekreis) als Bauingenieur im Bauamt beschäftigt

• Aufgabengebiete: Bürgeranliegen aller Art, Planung und Bau von Bau- und Gewerbegebieten, Glasfaserausbau, Führung des Bauhofes, des Wasserwerkes und der Kläranlage, Unterhaltung des Trinkwasser-, Regenwasser- und Schmutzwassernetzes, Haushaltsplanung, Planung und Umsetzung Straßen- und Kanalbau, Fortführung des Bauprogramms, Sicherheits- und Gesundheitskoordinator RAB 30 B+C

• seit 2014 als beratendes Mitglied im Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Suderburg tätig

Der Hintergrund – Wer stellt die Fragen?

Hans-Helmut Decker-Voigt, Prof. Dr. Dr. h.c.mult.

• ist seit 1980 Kolumnist der AZ

• Studium der Musik und Erziehungswissenschaften in Deutschland, Expressive Therapie und Psychologie in den USA

• Lehrstuhlinhaber und Gründungsdirektor des Instituts für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg von 1990 bis 2010, Übersetzungen in 16 Sprachen

• letzte Gastprofessur in St. Petersburg 2019/2021

• mehrfacher Ehrendoktor, unter anderem der Medizin und der Kunstwissenschaften

• Schriftsteller (Roman, Erzählung, Kolumne)

• Gründungsmitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller

• Mehr im Internet auf www.decker-voigt-archiv.de

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