Kostenexplosion beim Alten Rathaus: SPD-UWG-Gruppe fordert Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft

Politik will mehr Einfluss nehmen

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Im Alten Rathaus in Uelzen sind seit der Sanierung ein Café und die Kreisvolkshochschule untergebracht. Damit ist der Bau Anlaufpunkt für viele Uelzener. Das Gebäude erinnert aber auch an außer Kontrolle geratene Sanierungskosten.

Uelzen. Das Alte Rathaus: Mit dem Café im Erdgeschoss ist es für die einen ein Treffpunkt, an dem Neuigkeiten ausgetauscht werden. Mit dem Sitz der Kreisvolkshochschule ist es für andere ein Ort der Bildung.

Für den Uelzener Stadtrat ist der historische Bau ein „Mahnmal“, das für Sanierungsprojekte steht, deren Kosten außer Kontrolle gerieten. Deshalb sollen auch Konsequenzen gezogen werden. Die SPD-UWG-Gruppe im Stadtrat will am Montag während der Sitzung des Verwaltungsausschusses in die Diskussion einsteigen, wie sich künftig eine Kostenexplosion wie beim Alten Rathaus verhindern lässt.

Wie berichtet, hatte das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg als zuständige Anstalt für die Sanierung des Gebäudes im vergangenen Herbst erklärt, dass die Arbeiten 600 000 Euro mehr kosteten als veranschlagt – und dies, nachdem es bereits eine Steigerung der Kosten von 1,8 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro gegeben hatte.

Wie konnte es zu den investiven Kosten von insgesamt 3,8 Millionen Euro kommen? Aus Sicht der SPD-UWG-Gruppe fehlen die Kontrollmöglichkeiten und die Einflussnahme der Politik auf die Arbeit des Gebäudemanagements, einer gemeinsamen Anstalt der Stadt Uelzen sowie der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Mit Karsten Jäkel und Kristina Nenke sitzen lediglich zwei Stadtratsmitglieder im Verwaltungsrat des Gebäudemanagements. [...]

Von Norman Reuter

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