Altes Rathaus: Verantwortlichkeiten unklar / Haushaltsberatungen abgesagt

Politik bleibt skeptisch

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Uelzen. Zwei Wochen nach Bekanntwerden der Kostenexplosion am Alten Rathaus ist das Gebäudemanagement noch immer mit der Aufarbeitung beschäftigt.

Mitarbeiter dieser Anstalt haben den Uelzener Politikern in einer vierstündigen Sitzung des Verwaltungsausschusses über den Hintergrund zur Kostenexplosion bei der Sanierung des Alten Rathauses berichtet. Doch die Antworten auf die Fragen der Stadt Uelzen zu Baumaßnahme, Investitions-controlling, Kommunikationswegen und Konsequenzen gingen Politik und Verwaltung nicht weit genug. Nun wollen sie gemeinsam einen zweiten Fragenkatalog erarbeiten.

„Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass es an verschiedenen Stellen gehakt hat, und das ist nicht akzeptabel“, sagt Ariane Schmäschke, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Wer während der Sanierung des Alten Rathauses für 3,8 Millionen Euro statt die zu Beginn genehmigten 1,8 Millionen Euro wen wann wie oft informiert hat, müsse aufgearbeitet werden. Das betreffe das Gebäudemanagement, aber auch die Wege von dort in die Stadtverwaltung und innerhalb der Verwaltung. Die Zuständigkeiten sind ein Aspekt, den auch die SPD hinterfragen will, kündigt deren Fraktionsvorsitzender Klaus Knust an.

Schmäschke und CDU-Fraktionschef Stefan Hüdepohl vermuten, dass noch eine externe Prüfungskommission eingesetzt werden muss. Zuvor müssten allerdings die letzten Schlussrechnungen von Handwerksbetrieben abgewartet werden. Dass noch ausstehende Rechnungen weitere zusätzliche Kosten offenlegen könnten, befürchtet Ratsfrau Susanne Niebuhr (WIR für Uelzen). „Ich möchte alle Belege über Angebots-, Änderungs- und Endpreise für alle Gewerke sehen.“

Von Diane Baatani

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