Nach Millionenverlust in Ukraine: Stadtwerke Uelzen und Schwäbisch Hall verklagen sich gegenseitig

Poker um das letzte Geld

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In der Ukraine wird weiter geerntet – das Projekt läuft ohne die beiden deutschen Stadtwerke weiter.

Uelzen. Rund 17 Millionen Euro sind in ukrainischen Äckern versenkt worden, nach dem Verkauf des gescheiterten Landwirtschaftsprojektes gehen die beiden Gesellschafter, die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Uelzen, mit ihren Anwälten aufeinander los.

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Beide haben ein Ziel: Wenigstens noch ein bisschen Geld zu retten. Und beide Seiten werfen sich vor, hintergangen worden zu sein – die juristische Auseinandersetzung um den Verkaufserlös von 3,722 Millionen Euro ist eröffnet.

Die Stadtwerke Uelzen fühlen sich von den Kollegen aus Baden-Württemberg über den Tisch gezogen. Sie hatten den Schwäbisch Hallern in dieser Woche vorgeworfen, über Monate wichtige Unterlagen vorenthalten zu haben. Der Rahmenvertrag zum Verkauf weise erhebliche Mängel auf, der „Veräußerungsprozess“ insgesamt sei mangelhaft.

Jetzt kontert Schwäbisch Hall: Es sei eine außerordentliche Leistung, dass es „trotz der nachhaltigen Störungen aus Uelzen gelungen ist, den Verkaufsprozess erfolgreich abzuschließen“.

Von Thomas Mitzlaff

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