Pokal bleibt bei den Behnies

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Die Siegermannschaft mit dem Siegerpokal: Die Behnies konnten ihren Vorjahrestitel verteidigen. Moderator Peter Hellström (2. von rechts) gratulierte.

Uelzen - Von Angelika Jansen. Spannend bis zum Schluss war es Freitagabend beim achten Uelzener Eisstockschießen auf der mycity-Eisbahn. Mit Erfolg verteidigten die Behnies um kurz vor Mitternacht den Wanderpokal im Finale gegen das Team der Adler-Apotheke und das Stracciatella-Quartett, die den zweiten und dritten Platz belegten.

Den winterlichen Uelzener Szene-Treff, auf dem sonst Schlittschuhläufer ihre Pirouetten drehen und an dem die Zuschauer an der Bande heißen Kakao, Bratwurst und Pizza genießen, beherrschten am Freitagabend rote und gelbe Eisstöcke. Zwölf Teams tummelten sich abwechselnd auf dem Eis.

„Jeweils zwei Mannschaften treten gegeneinander an“, erläuterte Spielführer Peter Hellström. Sie versuchen, ihren Eisstock in das Haus zu bekommen. Das ist ein roter Kreis auf dem Eis. Das Ziel erfordert exakten Krafteinsatz, damit der Eisstock nicht über den Kreis hinausschießt, andererseits nicht zu weit vorm Kreis liegen bleibt. Die große Kunst ist es, den zu früh gestoppten Eisstock mit dem nächsten Eisstock über den Kreisrand zu schieben.

Den größten Jubel löste es unter den Mitspielern aus, wenn es gelang, den Eisstock der gegnerischen Mannschaft aus dem Kreis hinaus zu bugsieren. Immer wieder klappte Peter Hellström den Zollstock aus, lief zum Kreis, um den Abstand zwischen Eisstock und rotem Kreisrand abzumessen. „Am Haus“, rief er über die Eisfläche zu den Spielern. Rief er „im Haus“, löste er Jubel aus.

„Das hatten wir uns letztes Jahr angesehen“, erzählte Alexandra Harms vom Team der Adler-Apotheke, „und wir wussten, das ist was für uns“. Prompt gelangten die Eisstock-Neulinge mit sechs Frauen und ihrem Chef auf den zweiten Platz. Alexandra Harms, Jasmin Wilczak, Christine Schulte, Heike Schröder, Ines Schulze, Katharina Scheeler und Chef Ralf Meinheit postierten sich an der Eisbahn und versuchten den Behnies den Wanderpokal streitig zu machen. Ihre roten Nikolausmützen mit Leuchtdioden sind das Team-Kennzeichen.

Ebenfalls mit Chef trat das „EuronicsXXL-Team“ an. Während die Zuschauer an der Eisbahn das Eisstockschießen mit Kegeln oder Bowling vergleichen, weiß der Kegel-Fan unter ihnen, dass „Eisstock-Schießen unvergleichbar“ ist. „Dabei sein ist alles“, war sich das fünfköpfige XXL-Team einig. Nachdem Regen einsetzte, wurde das Eis zuerst stumpf – die Eisstöcke schafften es nicht bis an den Kreis. Nach längerem Niederschlag wurde die Eisbahn aufregend schnell. „Gefühl statt Kraft“ war jetzt gefragt.

Bis kurz vor Mitternacht trat jedes Team mindestens einmal gegen jede andere Mannschaft an. Zwischendurch trafen sich die Teams mit ihren Fans und Unterstützern in den beheizten Zelten – EuronicsXXL, Adler-Apotheke, die Behnies, die Birdies, das Stracciatella-Quartett, Laubenpieper, BI Kirchweyhe, Uhlenbläser sowie VCS und Schützengilde Uelzen mit je zwei Teams. Dort hielt Walter Schlüter mit seinem Service-Team von Bier-Otto auch jede Menge Getränke und Essen bereit.

Nun wandert der Pokal noch ein Jahr in der Familie Behnke von einem zum anderen. „Er ist immer da, wo gerade eine Familienfeier ansteht“, erzählt Oma Behnke. „Für alle anderen gibt es ab Montagabend die Urkunden an der Eisbahn“, hörte man Peter Hellström zum letzten Mal an diesem Abend durch das Mikrofon.

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