Katzen-Halter in der Pflicht

Pläne für das Uelzener Stadtgebiet: Vierbeiner müssen künftig kastriert werden

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Für Katzen, die frei laufen gelassen werden, soll es künftig eine Kastrationspflicht geben. 

Uelzen. Wer sich als Uelzener eine Katze hält und sie frei laufen lässt, wird seinen Vierbeiner künftig wohl kastrieren lassen müssen, sofern das noch nicht geschehen ist. Die Hansestadt Uelzen plant, eine Kastrations- und Registrierpflicht für Katzen einzuführen.

Die Tiere müssen demnach auch mit einem elektronischen Chip gekennzeichnet und in ein Haustierregister eingetragen werden. Bereits zu Beginn des neuen Jahres könnte die Regelung gelten.

Die Idee zur Kastrations- und Registrierpflicht stammt aus den Reihen der Kommunalpolitik, die sich am Montag bereits in nicht-öffentlicher Sitzung des Verwaltungsausschusses für die Regelung ausgesprochen hat. Der Rat der Hansestadt hat im Dezember aber das letzte Wort.

Mit den neuen Vorgaben will die Hansestadt unterbinden, dass zu den frei lebenden Tieren, die es durchaus in Uelzen gibt, immer wieder noch nicht-kastrierter Katzennachwuchs hinzukommt. Organisationen wie der Uelzener Tierschutzverein oder auch die Katzenhilfe Uelzen begrüßen die angestrebte Kastrationspflicht. Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt sagte gestern in einem Pressegespräch, die Kastrationspflicht für Katzen werde als einzig wirksames Instrument zur Vermeidung von Überpopulationen und zur Minimierung des Infektionsrisikos für den Menschen gesehen.

Letzteres besteht durchaus, weil streunende und erkrankte Katzen in Kontakt mit frei laufenden Katzen von Haltern kommen. Eine gesundheitliche Gefährdung von Menschen beispielsweise durch Toxoplasmose, Hauterkrankungen oder Parasiten könne nicht ausgeschlossen werden, so die Auskunft der Stadtverwaltung. Als im Frühjahr erstmals über eine mögliche Kastrationspflicht in der Stadt gesprochen wurde, sagte Kristin Zangi vom Uelzener Tierschutzverein: Es gebe wild lebende Katzen im Stadtgebiet, die von vorn bis hinten verwurmt seien.

Wer der Kastrations- oder Registrierpflicht nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die geahndet werden kann. Es sei aber nicht geplant, aktiv zu kontrollieren, ob Tiere kastriert worden seien, so Bürgermeister Jürgen Markwardt.

Von Norman Reuter

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