Initiative „Pro Holdenstedt“ befürchtet Zerstörung des Schlossparks durch Hamburger Investor

Uelzen: Petition gegen Schlossverkauf an Ratsvorsitzenden übergeben

Herwig Maaß (2.v.links) übergibt Uwe Holst (links) die Petition zum Erhalt des Schlossparks.
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Herwig Maaß (2.v.links) übergibt Uwe Holst (links) die Petition zum Erhalt des Schlossparks. 

Uelzen – Die Initiative „Pro Holdenstedt“ übergab am gestrigen späten Nachmittag eine Petition an den Ratsvorsitzenden der Hansestadt Uelzen, Uwe Holst, mit dem Ziel, dass das Schloss und der Schlosspark Holdenstedt nicht wie geplant an den Hamburger Investor Dr. Thies Boysen verkauft werden.

Die Petition enthält 910 Unterschriften. Die Unterzeichner sind gegen die geplante Bebauung des Schlossparks durch den Investor. „Die ganz große Mehrheit der Bürger lehnt die Bebauung beziehungsweise die Zerstörung des Schlossparks entschieden ab. Die Bebauung im Landschaftsschutzgebiet ist nicht zulässig“, sagte Herwig Maaß, erster Vorsitzender von „Pro Holdenstedt“, gestern vor dem Uelzener Rathaus. Vorstand, Mitglieder und Befürworter der Petition waren bei der Übergabe dabei. Holst sagte: „Vielen Dank für Ihr Engagement. Die Räte werden das Für und Wider abwägen. “.

Der Rat der Hansestadt Uelzen entscheidet in seiner Sitzung am 30. September über den geplanten Verkauf an Boysen, der im Schlosspark ein Alten- und Pflegeheim errichten möchte. Gegner dieses Projekts befürchten unter anderem die Abholzung jahrhundertealter Bäume im Schlosspark.

„Wir legen Wert darauf, dass wir nie gegen den Verkauf des Schlosses waren. Es ging immer nur gegen die umfangreiche Bebauung an nicht geeigneten Standorten“, sagte Walter Hilmer von der Initiative. Pro Holdenstedt hatte zwei weitere Kaufinteressenten für den Schlosskauf, zwei Stiftungen, unterstützt, deren Angebote aber laut Bürgermeister Jürgen Markwardt deutlich unter dem von Boysen lagen. Gestern beschäftigte sich zudem der Verwaltungsausschuss der Stadt mit dem Schlossverkauf.

VON TIMO HÖLSCHER

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