Nach Verzögerungen: Erste Arbeiten sollen Mitte September beginnen

Parkhaus-Abriss am Uelzener Bahnhof startet

Das Parkhaus am Uelzener Hundertwasser-Bahnhof ist baufällig. Nun soll es ab dem 16. September abgerissen werden, damit ab dem Frühjahr ein Neubau entstehen kann.
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Das Parkhaus am Uelzener Hundertwasser-Bahnhof ist baufällig. Nun soll es ab dem 16. September abgerissen werden, damit ab dem Frühjahr ein Neubau entstehen kann.

Uelzen – Seit März steht das Parkhaus am Uelzener Hundertwasser-Bahnhof verwaist da, Autos von Pendlern und Reisenden werden seither nicht mehr beherbergt. Teilweise enorme Schäden an der Parkpalette duldeten keinen Aufschub mehr: Das Gebäude muss abgerissen werden.

Die Abrissarbeiten sollen nun am Mittwoch, 16. September, starten. Ein eigentlich geplanter Termin im Juli konnte nicht eingehalten werden – die Corona-Pandemie kam dazwischen. Diese Verzögerung habe jedoch keinerlei Auswirkungen auf Kosten oder die weiteren Arbeiten, wie Ute Krüger, Sprecherin der Hansestadt Uelzen, versichert.

Die vorgeschriebenen Schadstoffuntersuchungen seien ohne Befund abgeschlossen, so Krüger, weshalb das Gebäudemanagement Uelzen den Abriss nun in Auftrag geben konnte. Mindestens einen Monat sollen die Abrissarbeiten dauern, die Kosten hierfür werden auf rund 265 000 Euro kalkuliert.

Diese sind bereits in den Gesamtkosten für den Parkhaus-Neubau von rund 8,3 Millionen Euro einberechnet. Mit mindestens 3,5 Millionen Euro Fördergeldern vonseiten des Landes Niedersachsen kann die Hansestadt dabei rechnen.

Nach dem Abriss soll auf dem Gelände anschließend ein Neubau mit drei Geschossen entstehen, der Platz für 400 Fahrzeuge bieten soll. Der Baubeginn hierfür ist für das Frühjahr 2021 angesetzt. Voraussetzung sei jedoch, dass Ausschreibungen bereits im ersten Verfahren wirtschaftliche Ergebnisse erzielen, erklärt Krüger. Mindestens ein Jahr ist für den Bau des neuen Parkhauses angesetzt.

Obwohl die steuerlichen Einnahmen für die Stadt aufgrund der Corona-Krise deutlich niedriger ausfallen als in den Jahren zuvor und die Stadt auch den millionenschweren Umbau des Theaters an der Ilmenau vor der Brust hat, sollte an dem Großprojekt nicht gerüttelt werden. Man habe darüber diskutiert, erklärte Bürgermeister Jürgen Markwardt zuvor. Es wäre jedoch eine psychologisch fatale Situation, wenn jetzt die öffentliche Hand Projekte auf Eis legen würde. VON DANIEL BIELING

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