Katzenbaby-Flut, einige Hunde, Neubau: Tierschutzverein Uelzen bittet um Futter- und Geldspenden

„Päppeln, päppeln, päppeln“

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„Pascha“ ist einer von sechs großen Hunden, die derzeit im Uelzener Tierheim satt werden wollen.

Uelzen. Ihren Optimismus lässt sich Karin Rothe nicht nehmen. Auch wenn es im Uelzener Tierheim gerade einige Baustellen gibt – im tatsächlichen und im übertragenen Sinne.

Karin Rothe

Seit sieben Jahren gehört Rothe als Vorsitzende des Tierschutzvereins Uelzen zum Tierheim-Team. Mit dem Neubau des Katzenhauses steht aktuell das größte Projekt dieser Zeit vor der Vollendung (AZ berichtete). Letzte Arbeiten sind trotz des erheblichen Baufortschrittes noch innen im Gebäude nötig. Zudem fehlt das Außengehege. Hier beginnen die leichten Bauschmerzen: „Wir sind froh, dass wir so weit gekommen sind, aber jetzt ist das Geld mehr oder weniger alle“, sagt Rothe im AZ-Gespräch. Ein Betrag im fünfstelligen Bereich werde man aber benötigen, um auch diesen Teil des Projektes finanzieren zu können. Geld, das am besten schnell beim Tierheim ankommen sollte: „Wir würden den Tieren, die ins neue Katzenhaus einziehen, gerne den Lärm und den Stress der Bauarbeiten ersparen“, erklärt Rothe.

Was sie optimistisch stimmt: Sie sei „ein Glückskind“, bis jetzt habe es noch immer rechtzeitig die nötige Hilfe für das Heim gegeben.

Vier der zahlreichen im Mai geborenen Katzen, die vorübergehend am Kuhteichweg untergekommen sind.

Platzbedarf gibt es im nahezu vollen Tierheim genug. Aktuell füllt insbesondere die jährliche „Katzenbaby-Flut“ die Einrichtung. Viele Katzen kommen im Mai zur Welt, gelangen Wochen später aus unterschiedlichen Gründen ins Heim – und bringen jede Menge Hunger mit. Gerade Juniorfutter würde deswegen sehr helfen. „Wir müssen päppeln, päppeln, päppeln“, berichtet Rothe von der momentanen Lage. Über das Internet hat die Einrichtung schon um Futterspenden gebeten. Zumal derzeit mit sechs großen Hunden auch bei diesen Vierbeinern ein hoher Nahrungsbedarf besteht. „Unser Hundehaus ist selten so voll belegt und Trockenfutter mögen die Herrschaften nicht so gerne. Und sie sollen es ja auch gut haben bei uns, sich täglich auf etwas freuen können“, meint Rothe.

Futterspenden nimmt das Tierheim während der Öffnungszeiten montags bis freitags zwischen 16.30 und 18 Uhr am Kuhteichweg 4 entgegen. Über alles Weitere informiert die Einrichtung auf www.tierheimuelzen.de.

Von Steffen Kahl

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