Gruppe WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis 21-RRP stellt Eilantrag auf sofortigen Verhandlungsstopp

Pächter mit 30 000 Euro in Verzug

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Dauerbrenner Stadthalle: Die Gruppe WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis 21-RRP hat jetzt beantragt, die Verhandlungen mit dem jetzigen Pächter sofort einzustellen, da von ihm noch Zahlungen an die Stadthallen GmbH ausstehen.

Uelzen. Den sofortigen Verhandlungsstopp mit dem aktuellen Stadthallen-Pächter sowie eine Fortsetzung der Pacht und die Schließung der Stadthalle zum Jahresende – das fordert die Gruppe WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis21-RRP im Uelzener Stadtrat.

Denn nachdem die Politik informiert wurde, dass der aktuelle Stadthallen-Pächter gegenüber der Stadthallen GmbH (deren alleinige Gesellschafterin die Stadt Uelzen ist) noch knapp 30 000 Euro Außenstände hat, will die Ratsgruppe die Reißleine ziehen.

Es sei „nicht vertretbar, den Pachtvertrag zu verlängern beziehungsweise überhaupt in Verhandlungen zu treten, so lange noch Zahlungen zu Pacht und Nebenkosten ausstehen“, begründet Gruppen-Vorsitzender Burkhard Schorling (WIR für Uelzen) einen entsprechenden Eilantrag an den Verwaltungsausschuss (VA). Der allerdings hat sich in seiner Sitzung am Montagnachmittag nicht weiter mit dem Anliegen befasst – eben weil die Vertragsverhandlungen noch nicht abgeschlossen seien, wie es gestern im Pressegespräch der Stadt Uelzen hieß.

Burkhard Schorling findet es „sehr verwerflich“, dass man der interfraktionellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunft der Stadthalle befasst hatte, die Informationen über noch ausstehende Pacht- und Nebenkostenzahlungen „wissentlich verschwiegen“ habe. „Dann wäre es mit Sicherheit nicht mehr zu Verhandlungen mit dem Stadthallenpächter gekommen“, heißt es in dem Eilantrag.

Zur Erinnerung: Wie berichtet, läuft der jetzige Pachtvertrag für die Stadthalle noch bis zum Jahresende. Der VA hatte allerdings beschlossen, mit dem aktuellen Pächter über eine Fortführung des Stadthallen-Betriebs bis längstens Ende 2016 zu verhandeln und erst dann die Stadthalle zu schließen.

Der Eilantrag der Gruppe WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis 21-RRP enthält aber noch einen weiteren Aspekt: Der Geschäftsführer der Stadthallen GmbH, Manfred Knaak, solle ausarbeiten, inwieweit Dritte für einen Übergangszeitraum ab 2015 die Stadthalle mit Kaltmiete und Zahlung aller erforderlichen Nebenkosten für einzelne Veranstaltungen anmieten könnten. Über jeweilige Nutzungsverträge, die Stadt und Stadthallen GmbH von jeglicher Haftung frei spreche, ließe sich das regeln, meinen Burkhard Schorling und seine Mitstreiter.

Von Ines Bräutigam

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