CDU-Bundestagsabgeordneter fordert Landesregierung zu konsequentem Handeln auf

Otte: Umgang mit Wolf ist „Farce“

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Rund 90 Wölfe sollen in Niedersachsen leben.

ib Uelzen/Berlin. Für eine Farce hält der heimische Bundestagsabgeordnete Henning Otte (CDU) den Umgang der niedersächsischen Landesregierung mit den Wölfen.

Henning Otte

„Beschwichtigen, Appellieren und Verantwortung ablehnen wird dem Problem nicht gerecht und ist schon ganz und gar keine Lösung“, sagt er. „Nur weil der zuständige Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) seine Klientel offensichtlich eher im städtischen Milieu findet“, so Otte, könne man den Wolf nicht immer ungehemmter an und in die Dörfer ziehen lassen. Er fordert daher Bundesumweltministerin Babara Hendricks (SPD) auf, „eine tragfähige Entscheidung im Umgang mit dem Wolf zu treffen“. Noch mehr und noch höhere Zäune seien laut Otte auch keine Lösung, da der Wolf im Einzelfall bislang jedes bezahlbare Hindernis überwunden habe. „Und großräumige Einfriedungen, wie sie für die Rinderhaltung notwendig wären, widersprechen der Biotopvernetzung“, betont der Bundestagsabgeordnete, der auch Sprecher des Arbeitskreises Jagd und Fischerei und Natur seiner Fraktion ist. Alles andere Wild werde damit aus- oder eingesperrt oder Freilandnutzung unmöglich gemacht.

Im dicht besiedelten Mittteleuropa sei sicherlich Platz für den Wolf, aber der Umgang mit ihm gehe so nicht, meint Otte. Der Wolf müsse dem Menschen aus dem Wege gehen – also Respekt haben. „Eine Vergrämung und schnelle Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe muss konsequent durchgeführt werden“, fordert Otte und begrüßt die Stellungnahme von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), der sich aktuell für ein klares Handeln einsetze.

Otte: „Außerdem muss die Landesregierung ebenfalls endlich tätig werden. Am besten weist Ministerpräsident Stephan Weil seinen Fachminister an, die eigene Zusage vom 23. Dezember in Uelzen umzusetzen, den Wolfbestand notfalls durch Entnahme zu begrenzen“, sagt er. Umweltminister Stefan Wenzel wird morgen, wie berichtet, auf Einladung von Landrat Dr. Heiko Blume in Uelzen zu Besuch sein und die regionale Wolfsproblematik diskutieren.

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