Ausbau der Heinrich-Oetzmann-Straße in Westerweyhe beantragt – auch ohne Fördergelder

Westerweyher Ortskern soll entlastet werden

Die Heinrich-Oetzmann-Straße in Westerweyhe soll an den Kämpenweg angeschlossen werden.
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Die Heinrich-Oetzmann-Straße in Westerweyhe soll an den Kämpenweg angeschlossen werden. Um dies notfalls auch ohne Fördergelder zu gewährleisten, stellte Benjamin Steinfeld jetzt einen Antrag.
  • Daniel Bieling
    vonDaniel Bieling
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Uelzen-Westerweyhe – Noch liegt zwischen der Heinrich-Oetzmann-Straße in Westerweyhe und dem Kämpenweg eine weite Fläche an Acker und Grünland. Schon seit längerer Zeit ist jedoch geplant, die Heinrich-Oetzmann-Straße auszubauen und an den Kämpenweg anzuschließen.

Ein Antrag des Ortsratsmitglieds Benjamin Steinfeld (CDU) soll dieses Bauprojekt jetzt vorantreiben.

„Ziel ist es, den Verkehr aus dem Kernbezirk des Ortes herauszuholen“, begründet Steinfeld den Antrag. Der notwendige Bedarf, die Straße jetzt auszubauen, sei vor allem auch durch das geplante Gewerbegebiet Störtenbütteler Weg Nord gegeben, meint Steinfeld weiter. Er geht davon aus, dass vermehrt Lieferverkehr durch den Ort rollen werde und so größere Brisanz für die Verkehrssituation bringe. Bereits jetzt sei der Lkw-Verkehr in Westerweyhe wegen ortsansässiger Unternehmen sehr hoch.

Von der Entlastung soll vor allem die Straße Stadtberg profitieren, denn das Verkehrsaufkommen kann laut Steinfeld bisher nur über diese Straße abgeführt werden. Durch den Ausbau der Heinrich-Oetzmann-Straße könnten zudem Anwohner der Wohngebiete Stadtberg 3, 4, 4a und dem jetzigen Neubaugebiet 4b einfacher nach Uelzen gelangen, ohne einen Bogen durch den Ort fahren zu müssen.

Bisher sei man von der Stadt immer vertröstet worden, bis Fördergelder für den Ausbau vorhanden seien, schildert Steinfeld. Problem: Um den Ausbau förderfähig zu machen, müsste auf den bereits vorhandenen Abschnitten der Heinrich-Oetzmann-Straße die Geschwindigkeit von 30 auf 50 Stundenkilometer angepasst und die Straße für den Lkw-Verkehr freigegeben werden. Dazu müssten wiederum Parkbuchten und Straßeneinengungen zurückgebaut sowie Bäume entfernt werden. Steinfeld beantragt daher, diese Bedingungen nicht zu erfüllen und den Straßenausbau zur Not auch auf eigene Kosten in Angriff zu nehmen. Ohne die Vorgaben zu erfüllen, würden sich nach Steinfelds Meinung auch die Kosten reduzieren.

Die Fläche, durch die die ausgebaute Straße führen würde, hat Rainer Koch, CDU-Ortsratsmitglied und Landwirt, gepachtet. Knapp fünf Hektar umfasst die Fläche insgesamt. Auch Koch sieht die Notwendigkeit für den Straßenausbau, betont jedoch auch, dass es für ihn als Landwirt schwieriger werde, seine Flächen zu bewirtschaften. Diese würden durch die neue Straße zerschnitten.

Zudem werden die Gründflächen laut Koch von Tieren wie Rehen oder Füchsen genutzt. Der Landwirt ahnt daher: „Wir werden vermehrt Wildunfälle haben.“

Westerweyhe sei über die Jahre immer weiter gewachsen, über die Verkehrsanbindung habe sich aber niemand Gedanken gemacht, beklagt Koch weiter. Der Ausbau der Heinrich-Oetzmann-Straße schaffe demnach zwar Hilfe für den Verkehr vom und auf den Kämpenweg, für den gesamten Ort sei er aber noch nicht die perfekte Lösung.

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