Verfahren gegen Taxiunternehmer findet Fortsetzung

Opfer legt Berufung ein

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nre Uelzen. Das Verfahren gegen einen Uelzener Taxiunternehmer, der Ende September wegen Körperverletzung vor dem Amtsgericht Uelzen verurteilt wurde, wird vor dem Landgericht in Lüneburg neu aufgerollt.

Wie Lutz Jordan, Direktor am Amtsgericht Uelzen, gestern auf AZ-Anfrage bestätigte, wurde vom Geschädigten gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Rückblende: Im März 2012 soll der Taxiunternehmer einen Uelzener geschlagen und getreten haben. Vor Gericht zeigte sich der Beschuldigte geständig und wurde wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 20 Euro verurteilt. Weil er die Tat einräumte, wurden Zeugen, darunter auch das Opfer, vor Gericht nicht mehr gehört, was den Geschädigten ärgerte. Er habe so nicht klarmachen können, welche Folgen die Schläge gegen sein Knie und seine Brust gehabt hätten, sagte er seinerzeit im Gespräch mit der AZ. Als Fernfahrer könne er seit seiner Verletzung am Knie nicht arbeiten, außerdem sei er in psychiatrischer Behandlung, meinte der Geschädigte weiter.

Ansprüche auf Schadensersatz werden unabhängig vom Strafprozessverfahren zivilrechtlich geklärt, so Marco Wrede, Rechtsanwalt des Opfers, gestern im AZ-Gespräch. Am 1. November soll vor dem Amtsgericht in Uelzen dazu ein erster Verhandlungstag stattfinden. „Dieser wird meines Wissens auch öffentlich sein“, sagte der Rechtsanwalt.

Zu den Gründen der eingelegten Berufung des Geschädigten wollte sich Marco Wrede nicht ohne Rücksprache mit seinem Mandaten äußern. Der Rechtsanwalt hatte während der Verhandlung über die fehlende Einsicht des Beschuldigten moniert. Und der Geschädigte erklärte, dass sich der Beklagte nicht persönlich entschuldigt habe.

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