Unternehmer investiert

Oldenstadt bekommt ein IT-Zentrum: 5,5 Millionen Euro fließen in Bau von Gebäudekomplex

Erste Skizze zu dem geplanten Komplex mit Büro- und Werkstatträumen. Im Kellergeschoss soll ein Rechenzentrum entstehen, das besonders geschützt wird. GRAFIK: Biolehmhaus GmbH
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Erste Skizze zu dem geplanten Komplex mit Büro- und Werkstatträumen. Im Kellergeschoss soll ein Rechenzentrum entstehen, das besonders geschützt wird.

Uelzen-Oldenstadt – Ab März wird Platz geschaffen. Schweres Gerät kommt zum Einsatz, mit dem die Ställe einer früheren Besamungsstation in Oldenstadt abgerissen werden. Der 31-jährige Unternehmer Nikolai Hofmeister hat Pläne für das Areal.

Ein Komplex unter anderem mit Werkstätten für Büro- und Computer-Technik, mit einem Schulungszentrum und einem Rechenzentrum im Keller soll unweit der Wipperau entstehen.

Für den Neubau werden zunächst die Ställe einer früheren Besamungsstation abgerissen.

Das Gebäude wird Sitz des Unternehmens sein, das aus dem jüngst erfolgten Zusammenschluss von Bürowelt Köhn und dem IT-Spezialisten Reimers entstanden ist (Siehe zum Thema). Für 50 Beschäftigte ist Platz vorgesehen, auf diese Zahl soll in den nächsten drei Jahren die Belegschaft wachsen, sagt Hofmeister im AZ-Gespräch.

Am neuen Standort sollen nicht nur Büro-Möbel sowie Kopier- und Computertechnik verkauft werden. Die Arbeit der Beschäftigten wird sich auch um IT-Sicherheit und IT-Service drehen. Und: Mit dem Rechenzentrum bietet das Unternehmen seinen Kunden Speicherplatz für Daten sowie Rechenleistung an. „In Kundengesprächen habe ich gesehen, dass es dafür einen Bedarf gibt“, so Hofmeister.

5,5 Millionen Euro fließen nach Hofmeisters Angaben in den Bau. 1,2 Millionen Euro Fördermittel hat er dafür bewilligt bekommen.

In „biologischer Bauweise“ soll der Komplex auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern in die Höhe wachsen. Die Grundsubstanz besteht aus Holz, Lehm und Hanf. Somit werden 95 Prozent des Gebäudes recycelbar sein. Die Dächer werden begrünt. „Das Thema Nachhaltigkeit liegt mir am Herzen“, erklärt Hofmeister. Das Unternehmen solle das dann auch leben.

Die Wahl für den Standort hat Hofmeister ganz bewusst getroffen. Eine gute Anbindung zur Stadt, die Nähe zur zukünftigen A 39 und zugleich in der Natur gelegen – „das Grundstück hat mich gereizt“, so der 31-Jährige.

VON NORMAN REUTER

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