Neues Unterrichtsmodell ab kommendem Sommer / „Bessere Bedingungen“

Oberschule im Umbruch

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Seit fünf Jahren gibt es in Uelzen nun die Oberschule. Ab dem nächsten Schuljahr wird es ein neues Unterrichtsmodell geben.

Uelzen. Die Oberschule in Uelzen steht fünf Jahre nach ihrem Aufbau vor grundlegenden Veränderungen: Das Unterrichtssystem wird neu strukturiert. Im kommenden Herbst, zum nächsten Schuljahr, soll das neue Unterrichtsmodell bereits eingeführt werden.

Die Verantwortlichen versprechen sich vom „Umbau“ bessere Unterrichtsbedingungen für Schüler und Lehrer.

2013 war die Oberschule aus der Theodor-Heuss-Realschule sowie aus den Hauptschulzweigen der Lucas-Backmeister-Schule hervorgegangen. Mit dem Inklusionsgedanken wurden auch Kinder mit besonderem Förderbedarf aufgenommen. Schulleiterin Imke Pape spricht von einer stark heterogenen Schülerschaft, die zurzeit, nach Jahrgängen eingeteilt, unterrichtet wird. Für die Unterschiede im Leistungsniveau der Schüler werden verschiedene Kurse in Fächern wie Mathematik und Deutsch angeboten. Dafür braucht es viele Lehrkräfte, die aber an der Schule eher knapp sind. Pape: „Das System steht und fällt mit dem Personal, das wir nicht haben.“ Rund 70 Lehrer, inklusive Förderpädagogen, unterrichten zurzeit 659 Jungen und Mädchen an der Oberschule. Für den Personalschlüssel zuständig ist das Land.

Die Schule reagiert auf die Situation mit der Neuausrichtung: Künftig werden Schüler verstärkt nach ihrem Leistungsniveau in Schulzweigen unterrichtet – in einem Hauptschulzweig und einem Realschulzweig. Beginnend ab der 7. Klasse, wie Pape schildert. In den Jahrgangsstufen fünf und sechs wird es diese Differenzierung noch nicht geben. Mit dem neuen System würden die Schüler auch verstärkt in Klassengemeinschaften unterrichtet, wodurch die Jungen und Mädchen wieder mehr feste Bezugspersonen hätten, so Pape.

Der nun in Uelzen geplante schulzweig-bezogene Unterricht wurde bei der Einführung von Oberschulen in Niedersachsen als eine Unterrichtsoption geschaffen. Ob sie genutzt wird, darüber hat der Schulvorstand zu entscheiden, in dem auch Elternvertreter zu finden sind. Das Votum jetzt für das neue Unterrichtsmodell sei deutlich gewesen, so Imke Pape.

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Von Norman Reuter

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